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Manz-Aktie: Zieht sich Apple zurück?

Manz-Aktie: Zieht sich Apple zurück?

WKN: A0JQ5U ISIN: DE000A0JQ5U3 Manz AG

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23.10.2020 - 10:42
09.07.2015 07:13:00

Verluste von 35 Prozent in weniger als zwei Monaten sind auch für eine TecDAX-Aktie ungewöhnlich. Aktionäre von Manz erlebten zuletzt harte Zeiten, dreistellige Kurse sind vorerst außer Reichweite. Die jüngste Umsatz- und Gewinnwarnung verunsichert zusätzlich, entscheidend sind aber die langfristigen Aussichten. Für Neueinsteiger bietet die Korrektur der vergangenen Wochen aber zugleich eine ganz seltene Gelegenheit. Von Franz-Georg Wenner

Beginnen wir mit den schlechten Nachrichten. Ursprünglich wollte Manz im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 320 bis 340 Mio. Euro erzielen, tatsächlich werden die Erlöse aber wahrscheinlich knapp unter dem Vorjahresniveau von 305,9 Mio. Euro liegen. Da zugleich margenstarke Folgeaufträge ausbleiben, wird auch das operative Ergebnis negativ ausfallen. Als Grund wurden Auftragsstornierungen und -verschiebungen eines wichtigen US-Kunden angeführt. Betroffen ist der Bereich Electronics, in dem Produkte für Smartphones und Tablet-Computer hergestellt werden. Namen wurden nicht genannt, vermutlich wird es sich aber um Apple handeln. Analysten rechnen im laufenden Jahr nun mit einem Umsatz von rund 285 Mio. Euro und einem Verlust von zehn Mio. Euro. Hier zeigte sich sehr deutlich, dass Manz nach wie vor von einzelnen Abnehmern sehr abhängig ist. Dies sorgt für Unsicherheit und lässt Investoren vorsichtiger agieren. Eine Diversifizierung des Kundenstamms bleibt daher eine der wichtigsten Hausaufgaben des Managements.

An der Börse war der Schock nur von kurzer Dauer, die Aktie erholte sich recht zügig. Nachdem der Kurs in den vergangenen Wochen bereits um rund 35 Prozent korrigierte, scheinen die neuen Geschäftsaussichten bereits eingepreist zu sein. Somit bestehen gute Chancen für eine Erholung. Die Voraussetzungen dafür sind durchaus gegeben, denn die mittelfristigen Aussichten für 2016 haben sich nicht verändert. Bereits jetzt warten Apple-Fans gespannt auf 2016er-iPhone-Modell, das mehr neue Funktionen bieten wird als die diesjährige "s"-Variante. Nach Einschätzung von Warburg dürfte die Nachfrage daher stark ausfallen, was wiederum gut für Zulieferer wie Manz wäre. Flankiert von anziehenden Geschäften im Batterie-Segment und einer Belebung auf dem Solarequipment-Markt rechnen die Analysten der LBBW im Geschäftsjahr 2016 mit Erlösen von knapp 400 Mio. Euro.

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Bildquelle: Franz-Georg Wenner

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