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Neue Coin-Profiteure: Aktienkorb auf Krypto-Miner und -Handelsplattformen

Neue Coin-Profiteure: Aktienkorb auf Krypto-Miner und -Handelsplattformen
12.10.2021 06:32:00

Anleger können mit einem Aktienkorb auf Börsen und Miningfarmen am Kryptoboom mitverdienen. Von C. Ingerl und J. Groß, Euro am Sonntag

Egal ob Bitcoin, Dogecoin, Ether oder Algorand: Die digitalen Währungen finden immer mehr Anhänger. Und die Emittenten springen ebenfalls verstärkt auf den Blockchain-Zug auf. So bietet beispielsweise Leonteq bereits 18 Krypto-Assets zum Handel in verbriefter Form an. Auch zahlreiche ETNs auf Cyberdevisen sind mittlerweile auf dem Markt.

Wem die Kursentwicklung der Coins zu volatil und zu irrational erscheint - bekanntlich genügt schon ein einziger Tweet von Tesla-Gründer Elon Musk, um Vermögen zu vernichten oder aber eine Kryptowährung in neue Kurssphären zu katapultieren -, der kann auf die rundherum entstandenen Unternehmen setzen. Die Schweizer Privatbank Vontobel hat mit dem Crypto Miner & Platform Basket (ISIN: DE 000 VX0 NM3 6) einen Aktienkorb auf zehn Unternehmen aufgelegt, die im Bereich Kryptomining und -handel tätig sind. Die neuen Verbote der chinesischen Regierung und das Kräftemessen der Börsenplattform Coinbase mit der US-Börsenaufsicht SEC sorgen aktuell für günstige Einstiegskurse. Regulierungsmaßnahmen waren überfällig und sollten längerfristig die Akzeptanz der Kryptowährungsbranche steigern.

Handelsplätze und Miner

Bekanntester und mit 20 Prozent am höchsten gewichteter Titel im Basket ist Coinbase, die größte US-Kryptohandelsplattform. Um der zum Börsengang versprochenen Wachstumsstory nachhaltig gerecht zu werden, hat das Unternehmen in diesem Jahr bereits den Blockchain-Spezialisten Bison Trails sowie die Datenanalyse-Firma Skew übernommen. Nun will Coinbase 1,5 Milliarden Euro am Bondmarkt einsammeln, um die Produktentwicklung anzukurbeln und gleichzeitig weiter akquirieren zu können. Für Krypto-Nachschub sorgen die Mining-Unternehmen, die die Coins fortlaufend produzieren. Dazu zählt die Firma Bitfarms, die in den ersten acht Monaten bereits 2.102 Bitcoins im Wert von rund 100 Millionen Dollar abgebaut hat. Vor allem in den letzten beiden Monaten zog die Produktion an. Bitfarms-Gründer Emiliano Grodzki will weiter Gas geben und die Infrastruktur "aggressiv" ausbauen.

Konkurrent Hive Blockchain Technology verfolgt ebenfalls ehrgeizige Wachstumspläne. Die Kanadier sind mit Rechenzentren in Island, Kanada und Schweden einer der Top-Player bei Bitcoin und Ethereum. Bis Ende 2021 soll sich die operative Bitcoin-Miningrate verdreifachen.

Der Tracker auf das Crypto Miner & Platform Basket bietet Anlegern einen einfachen Zugang zu interessanten Firmen. Auch die Streuung über zehn Titel überzeugt. Für die begrenzte Laufzeit bis 23. August 2023 sowie den statischen Aufbau des Aktienkorbs gibt es dagegen leichte Abzüge.

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