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Ölpreis: Naturgewalt und politische Störfeuer - Wie Sie jetzt mitwetten

Ölpreis: Naturgewalt und politische Störfeuer - Wie Sie jetzt mitwetten
14.09.2021 06:51:59

In wichtigen Förderregionen kommt es zu Produktionsausfällen. Mutige wagen die Wette auf einen steigenden Ölpreis. Von Petra Maier


Der Hurrikan Ida hat schwere Schäden an den Ölförderplattformen sowie an den Öl- und Gasverarbeitungsanlagen an Land angerichtet. Im Golf von Mexiko treibt nicht nur ein kilometerlanger Öl-Teppich. Zurzeit sind auch noch über 80 Prozent der Offshore-Ölförderung stillgelegt und mehr als 100 Plattformen unbesetzt. Der tägliche Produktionsausfall wird auf 1,4 Millionen Barrel beziffert. Damit kommt die Normalisierung der Produktion deutlich langsamer voran als angenommen.

Die US-Energiebehörde hat die Prognose für die Ölproduktion im Golf von Mexiko nach unten revidiert. Nach 1,8 Millionen Barrel im Juli, 1,5 Millionen Barrel im August, geht die Behörde für den September von nur mehr 1,2 Millionen Barrel aus. Im vierten Quartal soll die Produktion im Durchschnitt wieder bei 1,7 Mio. Barrel pro Tag liegen, also noch immer etwas unterhalb des Niveaus, das vor dem hurrikanbedingten Rückgang erreicht wurde. Für die gesamte Rohölproduktion der USA wird mit einem Rückgang in diesem Jahr um 200 000 Barrel pro Tag gerechnet. Bislang war man von 160 000 Barrel ausgegangen.

Bisher reagierte der Ölpreis nur mit kleinen Kursbewegungen auf die reduzierten Fördermengen. Die Amerikaner greifen auf ihre Ölreserven zurück um den Bedarf zu decken. Der Anstoß für höhere Notierungen könnte aus Libyen kommen. Dort sind aktuell zwei wichtige Ölhäfen durch Proteste lahmgelegt. Die libysche Ölproduktion könnte in den kommenden Tagen um bis zu 800 000 Barrel pro Tag fallen. Die Proteste sind politisch motiviert und die weitere Entwicklung schwer einzuschätzen. Im schlimmsten Fall ist die über ein Jahr lang währende Ruhe vorbei und der wichtige Ölförderstaat fällt aus. Die libyschen Öllproduktion lag in den vergangenen Monaten bei knapp 1,2 Millionen Barrel pro Tag. Bereits im April sorgte ein Ausfall im Hafen von Al Hariga in Libyen für einen Schub beim Ölpreis. Damals fielen die Exporte auf unter eine Million Barrel pro Tag.

Für das Szenario können sich sehr mutige Anleger mit dem Knock-out-Call auf den WTI-Ölpreis positionieren. Der Trade ist spekulativ und als kurzfristige Trading-Chance gedacht. Anleger sollten auf jeden Fall mit engen Stopp-Kursen arbeiten.



Name Knock-out-Call-Öl-WTI
WKN PF81JU
Aktueller Kurs 8,82 € / 8,83 €
Basis/Cap 59,75 $ / 59,75 $
Laufzeit endlos
Stoppkurs 5,98 €
Hebel 6,7
Abstand zum Knock-out 14,6 %


Bildquelle: BÖRSE ONLINE

Rohstoffe in diesem Artikel

Ölpreis (WTI) 73,96 0,74
1,01

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