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Unilever-Aktie: Schönes Chartbild, starke Aktie

Unilever-Aktie: Schönes Chartbild, starke Aktie

WKN: A0JNE2 ISIN: GB00B10RZP78 Unilever plc

53,47 EUR
-0,19 EUR -0,35 %
27.01.2020 - 10:54
06.03.2017 03:15:01

Der Übernahmeversuch von Kraft Heinz hat den niederländisch-britischen Nahrungsmittelkonzern nur ganz kurz aus dem Tritt gebracht. Jetzt zieht der Konzern die Konsequenzen und will rasch höhere Margen servieren. An der Börse kommt das an. Der Unilever-Kurs hat trotz des überraschenden Rückzugs von Kraft Heinz kaum gelitten. Rechnen Anleger mit einer neuen Offerte? Von Petra Maier



Nach Nestlé und Procter & Gamble ist Unilever weltweit die Nummer drei. Ein großer Brocken. Das Angebot von Kraft Heinz, der nur rund halb so schwer ist, war wohl zu niedrig. Der niederländisch-britische Nahrungsmittelkonzern Unilever wehrte die Übernahmeofferte energisch ab. Nur zwei Tage lagen zwischen Angebot und Rückzug. Nach britischem Gesetz könnte Kraft Heinz erst wieder in einem halben Jahr eine Übernahme starten. Ob der US-Wettbewerber sich noch einmal aus der Deckung wagt?



Unilever ist wegen seiner Aktienstruktur schon ein harter Brocken. Das Listing in den Niederlanden und in Großbritannien macht die Firma eigentlich sehr schwer angreifbar. Das macht nachlässig. Zudem hat der Konzern auch Ankeraktionäre, die die traditionelle Unternehmenskultur des Herstellers von Knorr, Mondamin oder Dove und Omo unterstützen. Deshalb fühlt sich Firmenchef Paul Polmann nicht den Quartalszahlen verpflichtet, er setzt vielmehr auf Nachhaltigkeit und einen langfristigen Erfolg. Umso mehr hat die völlig unerwartete Attacke das Management von Unilever zumindest aufgeschreckt.


Schon Ende April will Unilever einen detaillierten Plan vorlegen wie man die Marge steigern kann. Sowohl die Kosten als auch die Firmenstruktur werden analysiert um zu einer höheren Effizienz zu kommen. Der Fokus liegt dabei klar auf organischem Wachstum. Daneben halten es Branchenexperten auch für möglich, dass Unilever Beteiligungen veräußert. In Frage käme die Margarine-Sparte. Vor zwei Jahren wurde das Geschäft mit Rama und Lätta ausgegliedert. Ein Verkauf könnte so schnell vonstatten gehen. Genauso denkbar sind aber auch Zukäufe.

Die Unilever-Aktie tendierte die vergangenen Monate seitwärts. Erst das Übernahmeangebot katapultierte den Kurs auf knapp 45 Euro und markiert damit ein neues Allzeithoch. Die Experten der Baader Bank haben die erwartete Steigerung der Profitabilität bereits in ihr Bewertungsmodell einbezogen und kommen auf das Kursziel 52 Euro. Spekulative Anleger setzten mit dem Call darauf, dass der neu gewonnene Schwung anhält.

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Bildquelle: Philippe Wojazer/Reuters

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