Trotz des jüngsten Einbruchs haben sich die von BÖRSE ONLINE im September vorgestellten Calls auf das Edelmetall vervielfacht. Gewinne werden mitgenommen. Mutige nutzen die Korrektur zum Einstieg.
Boom und Bust bei Edelmetallen. Die Preisentwicklung in beide Richtungen ist spektakulär und stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten. Neben Gold und Silber hatte auch Platin neue historische Bestmarken erobert. Doch dann gab es eine massive Gegenreaktion, die die Unzenpreise der drei Edelmetalle extrem stark korrigieren ließ. Zu schnell zu hoch gelaufen, urteilen Marktbeobachter. Immerhin hatte sich Platin seit vergangenen November fast verdoppelt. Aber auch nach der Korrektur beträgt das Plus seit Spätherbst rund 50 Prozent.
Erste Anzeichen für den Ausbruch gab es im Herbst 2025. Die Redaktion sah vor allem im jahrelangen Angebotsdefizit ein Argument für steigende Platinnotierungen. Der Platinmarkt war ohne Unterbrechung seit 2023 im Defizit: Die Nachfrage ist höher als das Angebot. Für spekulative Anleger stellte die Redaktion in der Ausgabe 38 vom 18. September 2025 zwei Knock-out-Calls vor. Der Call (WKN: FA4B5F) mit dem damaligen Hebel von über 5,4 hat seinen Wert fast vervierfacht. Der zweite Knock-out-Call (MK7Z8R) mit einem Hebel von 4,3 brachte mehr als das Dreifache des Einsatzes.
Anleger suchen Sicherheit
Die Preissteigerungen haben die Hebelwirkung beider Derivate stark gedrückt. Deshalb sollten Anleger den Gewinn mitnehmen. Es könnte vor allem für risikobereite Investoren eine Wette wert sein, die Konsolidierung des Preisanstiegs für eine neue Spekulation zu nutzen. Es gibt einige Argumente, die nahelegen, dass der Preisaufschwung noch nicht zu Ende ist. Zum einen sind dies die geopolitischen Krisen rund um den Globus, die das Kapital in sichere Anlagen fliehen lässt. Das schwindende Vertrauen in den US-Dollar kurbelt die Preisentwicklung von Edelmetallen zusätzlich an.
Im Fall von Platin gibt es noch einen weiteren Impuls: das strukturelle Angebotsdefizit. In seinem aktuellen Fünf-Jahres-Ausblick prognostiziert der Branchenverband World Platinum Investment Council (WPIC) bis 2030 eine Unterdeckung zwischen 306 000 und 455 000 Unzen pro Jahr. Nach Meinung des WPIC unterschätzt der Markt den industriellen Bedarf der nächsten Jahre aus der Auto- und der Chemiebranche.
Anlegern stehen eine Auswahl an Investmentmöglichkeiten zur Verfügung. Neben dem Kauf von Münzen, Barren oder Schmuckstücken bietet die Finanzwirtschaft physisch hinterlegte ETCs (A1EK0H). Wer nur an möglichen Preissteigerungen verdienen möchte, hebelt das Potenzial mit Knock-out-Calls (Tabelle unten). Dabei gilt: je höher der Hebel, umso höher das Gewinnpotenzial, aber auch das Verlustrisiko, sollte Platin fallen. Wer über Hebelprodukte investiert, setzt eine individuelle Stop-Loss-Marke.
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