Gute Geschäftszahlen und positive Meldungen aus der Produktpipeline geben der Aktie derzeit Rückenwind. Mit einem Call-Optionsschein können Anleger gehebelt profitieren.
Zum Jahreswechsel schielte die Aktie von Merck erneut über das Oktober-Hoch von 122 Euro. Noch fehlt einigen Investoren der Mut. Gelingt jedoch der Ausbruch über diese Marke, scheint der Trendwechsel endgültig eingeleitet. Damit verbunden eröffnet sich Potenzial bis zum März-Hoch von 142 Euro und im weiteren Verlauf bis 154 Euro. Mit dem ausgewählten Optionsschein sind gar rund 92 Prozent Gewinn möglich, wenn die Aktie bis Ende März die Marke von 142 Euro erreicht.
Die Chancen dafür stehen durchaus gut. Die lange Zeit schwächelnde Healthcare-Sparte verbuchte im dritten Quartal wieder ein deutliches Wachstum. Dabei profitierte Merck von steigenden Umsätzen des Multiple-Sklerose-Mittels Mavenclad sowie der neuen Sparte für seltene Krankheiten. Sie entstand durch die Übernahme des US-Krebsspezialisten Springworks Therapeutics. Im vergangenen Sommer wurde der Zukauf abgeschlossen und zeigt nun im Zahlenwerk Wirkung.
Im Dezember erhielt Merck in China die Vertriebszulassung für Pimicotinib zur Behandlung von gutartigen Tumoren in der Gelenkschleimhaut. Es ist das erste Medikament zur Behandlung dieser Tumore in China. In Europa und den USA läuft der Zulassungsprozess.
Großes Wachstumspotenzial sieht das Unternehmen mittelfristig im Life-Science-Bereich und hier vor allem bei Bioprozesslösungen. Nach Einschätzung von Future Market Insights dürfte der Markt für Bioprozesstechnologie von 34,4 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf 141,5 Milliarden Dollar 2035 ansteigen.
Mit dem Verkauf des Surface-Solutions-Geschäfts fokussiert sich Merck mit hochreinen Spezialgasen, Ätz-, Reinigungs- und Beschichtungsmaterialien sowie Produkten, die es ermöglichen, viele kleinere Chips auf engem Raum zu stapeln, was für KI- und High-Performance-Anwendungen wichtig ist, zunehmend auf den Halbleiterbereich. Im jüngsten Zahlenwerk zeigte sich dieser Sektor robust. Ihr derzeitiger Leiter, Kai Beckmann, wird Anfang Mai den Chefsessel bei Merck übernehmen und möglicherweise neue Impulse setzen.
Starker Hebel
Für risikofreudige Anleger eignet sich der Call. Der Basispreis liegt mit 130 Euro leicht oberhalb des aktuellen Aktienkurses. Kommt die Aktie jedoch in Fahrt, zeigt der Hebel (Omega) seine Wirkung. Um Verluste zu begrenzen, sollte dennoch ein Stoppkurs gesetzt werden.
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