Ausgangssituation und Signal



Wer die Wahl hat, hat die Qual: Drillisch, Freenet oder United Internet - welche Aktie bietet die besseren Perspektiven? Während der Kursverlauf der drei TecDAX-Werte große Ähnlichkeiten aufweist, zeigt ein kleiner Performance-Vergleich über die vergangenen fünf Jahre deutliche Unterschiede. Seit Anfang 2011 legten die Papiere von Drillisch um rund 600 Prozent zu, Aktionäre von Freenet und United Internet können sich über Zuwächse von etwa 230 Prozent freuen.

Es lohnt sich somit, den Kursverlauf des Telekommunikationsanbieters aus Maintal genauer unter die Lupe zu nehmen. Bereits im langfristigen Zeithorizont zeigt sich die verlockende Ausgangslage. Eine seit dem Jahreswechsel laufende Konsolidierungsphase (Halbkreis im ersten Chart) mit einer Bodenbildung bei rund 32/33 Euro wurde in dieser Woche mit einem Ausbruch auf der Oberseite abgeschlossen. Als richtungsweisendes Kaufsignal ist der kürzlich erfolgte Anstieg über die bisherige Verkaufszone bei rund 42/42,60 Euro zu sehen.

Mittelfristig dürfte sich das bullische Signal als Startrampe für weiter steigende Kurse über die bisherige Rekordmarke bei 49,60 Euro erweisen. Aktuell notiert die Aktie rund 18 Prozent über ihrer 200-Tage-Linie. In vergangenen Rally-Phasen wurden bereits mehrfach Abstände von gut 35 Prozent gemessen. Kurse von über 51 Euro sind somit durchaus realistisch, was einem Potenzial von mindestens 15 Prozent entspricht.

Tageschart





Wochenchart



Grafik 2

Auf Seite 2: Empfehlung der Redaktion





Empfehlung der Redaktion



Auch kurzfristig bleibt die Aktie für Trader ein interessantes Ziel. Die Oberseite des auf Basis von kurzfristigen Bewegungen berechneten Prognose-Korridors (grau eingezeichnet im Tageschart) lässt aktuell Spielraum bis 47,20 Euro - Tendenz weiter steigend. Im Bereich des Vorjahreshochs ist mit Gewinnmitnahmen zu rechnen. Auf Sicht von wenigen Wochen dürfte die Aktie aber wie bereits analysiert ihr Reise oberhalb der 50er-Schwelle fortsetzen.

Wer nur sehr wenig Risiko eingehen möchte, platziert den Stopp für Long-Positionen knapp unter der Ausbruchsmarke von 42 Euro. Anleger die direkt in die Aktie einsteigen möchten und auch von der hohen Dividendenrendite von vier Prozent profitieren wollen, können etwas mehr Luft lassen. Selbst ein Verkaufsauftrag unter dem 200-Tage-Durchschnitt und damit der Grenze des Prognose-Korridors bei 37,55 Euro bietet noch ein vertretbares Chance-Risiko-Verhältnis.

Auch wenn die Perspektiven für die Drillisch-Aktie mittelfristig durchweg überzeugen, sollten kleinere Rücksetzer immer einkalkuliert werden. Wer mit Knock-out-Produkten überdurchschnittlich profitieren möchte, wählt daher Scheine mit einem vergleichsweise kleinen Hebel, um auch Rücksetzer verschmerzen zu können. Die WKN SE0TKT ist mit einem Basispreis von 26,12 Euro ausgestattet und verstärkt somit Kursveränderungen der Aktie um den Faktor 2,4. Sollten die Papiere das mittelfristige Ziel von 51 Euro erreichen, steht der Schein gut 35 Prozent höher.



Produktidee



Trading-Idee
Produkt Turbo Unlimited Long
Basiswert Drillisch
WKN SE0TKT
Emittent Societe Generale
Laufzeit endlos
Basispreis 26,1200 EUR
Knock-Out-Schwelle 28,7200 EUR
Hebel 2,44
Kurs Zertifikat 1,78 EUR


Franz-Georg Wenner ist Chefredakteur des börsentäglichen Anlegermagazins Index Radar Magazins. Der Spezialist für Technische Analyse ist regelmäßiger Gast beim Deutschen Anlegerfernsehen (DAF), Gastautor bei n-tv und gern gesehener Vortragsredner. Er hält regelmäßig Webinare, referierte unter anderem beim Verein Technischer Analysten Deutschlands (VTAD) und betreute mehrere Jahre für die Commerzbank den Zertifikate-Newsletter ideas daily

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