An der Börse wird aktuell ein endgültiger Frieden zwischen den USA und dem Iran eingepreist. Doch sind die Anleger viel zu optimistisch? Neue Nachrichten trüben das Bild ein und könnten bei einigen Titeln klare Kaufchancen auslösen.

Der Iran-Krieg ist vorbei, so die Wahrnehmung vieler Anleger - doch ist das wirklich so? Aktuelle Nachrichten trüben das Bild, das die Börse in den letzten Tagen vor Augen hatte, wieder ein.

Friedensgespräche abgesagt

Denn kaum ist das Rahmenabkommen zwischen dem Iran und den USA unterzeichnet, wird es schon auf die Probe gestellt. Denn es gibt neue Kämpfe zwischen der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz.

Die israelische Armee griff nach eigenen Angaben in der Nacht und am Freitagmorgen Stellungen der Hisbollah im Südlibanon aus der Luft an. Zuvor habe die Hisbollah Raketen auf israelische Soldaten abgefeuert, schrieb die Armee auf X. Vier israelische Soldaten wurden nach Militärangaben getötet. Vier weitere Soldaten wurden bei einem Drohnenangriff verletzt.

In Reaktion darauf wird US-Vizepräsident JD Vance vorerst nicht für Verhandlungen mit dem Iran in die Schweiz reisen. Stand jetzt werde er in der Nacht zu Freitag (Ortszeit) nicht wie ursprünglich vorgesehen in die Schweiz fliegen, sagte ein Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur am späten Donnerstagabend (Ortszeit). "Die Logistik für diese Verhandlungen war noch nie einfach oder vorhersehbar." Ob oder wann die Reise stattfinden soll, blieb zunächst unklar.

Eigentlich war vorgesehen, dass sich Delegationen aus dem Iran und den USA bereits heute treffen, um über ein dauerhaftes Ende des Krieges zu verhandeln. Vance sagte später, die Verhandlungen würden stattfinden, ließ aber den Zeitpunkt offen. "Unser Plan ist es, in die Schweiz zu fahren. Ich weiß nicht genau wann." Er gehe davon aus, dass die technischen Verhandlungen irgendwann an diesem Wochenende starten könnten.

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Ist sich die Börse beim Iran-Deal viel zu sicher?

Entsprechend könnte sich die Börse womöglich viel zu sicher sein, was einen Frieden zwischen den USA und dem Iran angeht. Während der Ölpreis fällt und die Indizes neue Allzeithochs markieren, steigen auf Wettplattformen wie Polymarket die Chancen auf eine Fortsetzung des Krieges zwischen beiden Parteien und einen möglichen Einmarsch der USA im Iran.

Sollte dies wirklich so kommen, wäre das ein Schock für die Börsen und würde Kaufchancen - vor allem in zwei Branchen - an der Börse auslösen.

Diese Aktien könnten Kaufchancen bieten

Konkret könnten einerseits Öl-Aktien massiv von einer Wiederaufnahme der Kampfhandlungen im Mittleren Osten profitieren. Insbesondere dann, wenn es zu einer erneuten Blockade der Straße von Hormuz kommt, sind wieder sehr schnell steigende Ölpreise möglich.

Andererseits könnte die Chemiebranche mit Aktien rund um BASF ein Profiteur sein. Die Unternehmen hatten durch den Iran-Krieg eine Sonderkonjunktur erlebt.

US-Insider positionieren sich

In diesem Umfeld haben sich übrigens zum wiederholten Male US-Insider positioniert. Welche Aktien jetzt gekauft wurden und wo sich bis zu 262 Prozent Potenzial bieten, erfahren Sie im exklusiven Report “Trump & Co schlagen wieder zu – Insider-Aktien aus dem Weißen Haus”.

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Enthält Material von dpa-AFX

Häufig gestellte Fragen

Warum steht der Frieden zwischen dem Iran und den USA infrage?

Der Frieden steht infrage, denn es gibt neue Kämpfe zwischen der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz.

Welche Aktien könnten von einer Wiederaufnahme der Kampfhandlungen im Iran profitieren?

Konkret könnten einerseits Öl-Aktien massiv von einer Wiederaufnahme der Kampfhandlungen im Mittleren Osten profitieren. Insbesondere dann, wenn es zu einer erneuten Blockade der Straße von Hormuz kommt, sind wieder sehr schnell steigende Ölpreise möglich. Andererseits könnte die Chemiebranche mit Aktien rund um BASF ein Profiteur sein. Die Unternehmen hatten durch den Iran-Krieg eine Sonderkonjunktur erlebt.

Kommt J.D. Vance zu den Friedensverhandlungen in der Schweiz?

Stand jetzt werde er in der Nacht zu Freitag (Ortszeit) nicht wie ursprünglich vorgesehen in die Schweiz fliegen, sagte ein Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur am späten Donnerstagabend (Ortszeit). "Die Logistik für diese Verhandlungen war noch nie einfach oder vorhersehbar." Ob oder wann die Reise stattfinden soll, blieb zunächst unklar.