Die Intel-Aktie konnte am Donnerstagmorgen auf der Handelsplattform Tradegate ein Plus von mehr als sechs Prozent verzeichnen. Der gesamte Chip-Sektor legte infolge eines Social-Media-Posts von US-Präsident Donald Trump zu. Zusätzlich sorgte die Prognoseerhöhung von BE Semiconductor für weiteren Rückenwind.

Wer am Donnerstagmorgen auf Tradegate schaute, konnte einige Chip-Aktien mit deutlichen Gewinnen vorfinden. SK Hynix, Infineon und Micron legten deutlich zu. Klarer Gewinner war jedoch der amerikanische Riese Intel. Zeitweise verzeichnete die Aktie ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Nasdaq-Schlusskurs. Als möglicher Treiber gilt ein Post von US-Präsident Donald Trump, in dem er unter anderem die Zusammenarbeit von Apple und Intel hervorhob.

Apple und Intel arbeiten zusammen

Chip-Aktien liegen nach wie vor im Trend. Die hohe KI-Nachfrage befeuert den Sektor weiterhin. Selbst Korrekturphasen halten hier in der Regel nur kurz an. Dieses Muster zeigten auch die Papiere von Intel, die in den vergangenen 52 Wochen um mehr als 500 Prozent zulegten. Am Donnerstagmorgen sprang die Intel-Aktie auf Tradegate erneut um 6,23 Prozent an und notierte bei 111,86 Euro (Stand: 09:49 Uhr). Den Höchstwert zum Handelsstart erreichte der Titel bei 112,40 Euro.

Rückenwind erhielt die Aktie durch einen Post von US-Präsident Donald Trump auf seiner Social-Media-Plattform "Truth Social". In diesem forderte er, dass die Halbleiter-Industrie wieder in die USA zurückkehren solle. "Zuerst haben wir Nvidia an Bord geholt, und sie haben zugestimmt, ihre First-Level-Chips gemeinsam mit Intel zu bauen. Als Nächstes hat Elon (Anm. d. Red.: Elon Musk) zugestimmt, seine TerraFab, die größte Chipfabrik der Welt, die gemeinsam mit dem Technologieteam von Intel entworfen wurde, zu bauen. Und schließlich hat Apple zugestimmt, mit Intel zusammenzuarbeiten, um seine Chips in Amerika zu entwerfen und zu bauen."

Erst im vergangenen Monat gab es Berichte, in denen von einer Zusammenarbeit zwischen Intel und Apple die Rede war. Jetzt bestätigt diese der US-Präsident persönlich. Für die gesamte Hilfe fordert Trump zehn Prozent der Intel-Anteile. Doch nicht nur diese Social-Media-Nachricht beflügelte den Kurs: BE Semiconductor hob die bisherige Prognose aufgrund der hohen KI-Nachfrage an. Dies setzte erneut ein Zeichen, dass der Sektor nach wie vor im Hype liegt. Passend dazu finden Anleger im Chip-Power-Index von BÖRSE ONLINE jetzt 18 Werte, die von diesem Megatrend profitieren - und natürlich ist Intel ebenfalls dabei.

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Intel (WKN: 855681)

Intel-Aktie: Gesamte Branche im Anlegerinteresse

Während die Intel-Papiere weiterhin zulegen, können auch weitere Chip-Werte von den Kurstreibern profitieren. So stieg SK Hynix am koreanischen Leitindex Kospi um sieben Prozent, nachdem das Unternehmen in der vergangenen Woche noch Verluste beklagte. Auch Micron Technology legte um vier Prozent auf Tradegate zu. Die Micron-Aktie könnte in der nächsten Woche allerdings weitere Impulse erhalten, denn am Mittwoch legt das Unternehmen seine Zahlen vor. Ein weiterer Gewinner führt derzeit den DAX an: Infineon. Die Chip-Aktie legte am Donnerstagmorgen um 3,87 Prozent im Xetra-Handel zu. 

Doch bei der Intel-Aktie könnte jetzt sogar ein Ausbruch bevorstehen. Mit dem erfolgreichen Donnerstagmorgen liegen die Papiere jetzt nah an der 112-Euro-Grenze auf Tradegate, an der sie im Mai noch abprallten. Durchstößt die Intel-Aktie diesen Wert nachhaltig, ist eine weitere Zunahme nicht ausgeschlossen. Sobald die amerikanischen Märkte öffnen, ist ein zusätzliches Wachstum ebenfalls möglich. Allerdings sind Chip- und KI-Aktien volatil - ob der Titel seinen bisherigen positiven Trend der vergangenen sechs Monate erneut aufnimmt und die Korrektur der vergangenen Wochen überwindet, bleibt vorerst abzuwarten.

Für Anleger: Intel ist eine laufende Empfehlung von BÖRSE ONLINE. Wer mehr zur Intel-Aktie erfahren möchte, das Kursziel oder den Stoppkurs wissen will oder einfach nur auf der Suche nach weiteren Empfehlungen ist, sollte Heft 25/26 (auch als E-Paper erhältlich) nicht verpassen.

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Häufig gestellte Fragen

Warum ist die Zusammenarbeit zwischen Apple und Intel so wichtig?

Apple möchte eine Alternative zum aktuellen Chip-Zulieferer TSMC finden. Gleichzeitig würde eine solche Zusammenarbeit die Arbeit nach Amerika verlagern und die Kooperation der Unternehmen stärken.

Warum reagieren Chip-Aktien so stark auf politische Nachrichten?

Weil bei Halbleitern oft nicht nur Zahlen zählen, sondern auch politische Signale, Förderungen und Standortfragen. Schon ein einzelner Tweet oder Post kann die Stimmung im ganzen Sektor drehen.

Welche Rolle spielt die KI-Nachfrage für Intel und andere Halbleiterwerte?

Wenn Künstliche Intelligenz wächst, steigt auch der Bedarf an leistungsstarken Chips, Speicherlösungen und Produktionskapazitäten. Davon profitieren oft nicht nur die großen Namen, sondern auch viele Zulieferer.

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