Bei Krones in Neutraubling bei Regensburg brummt das Geschäft. Zum Jahresauftakt verbuchte der Weltmarktführer für Getränke-Abfüllanlagen ein sattes Umsatzplus von 16,5 Prozent auf 899,4 Millionen Euro. Beim Vorsteuer-Ergebnis ging es gegenüber dem Vorjahr sogar um 19,8 Prozent auf 66 Millionen Euro voran. Damit kletterte die Vorsteuer-Marge auf 7,3 (Vj. 7,1) Prozent. Analysten hatten Krones im Schnitt einen Umsatz von 860 Millionen Euro bei einem Vorsteuer-Ergebnis von 61 Millionen zugetraut.



Zur Begründung für den starken Start ins neue Jahr verwies der Konzern auf den unerwartet frühen Abschluss mehrerer Orders, die eigentlich erst für das zweite Quartal vorgesehen waren. Daher dürfe man das hohe Wachstum bis Ende März "nicht auf das Gesamtjahr hochrechnen", warnte der Konzern.



Für 2017 gehen die Bayern von einem Umsatzplus von vier Prozent auf 3,53 Milliarden Euro aus. Die Vorsteuer-Marge solle bei 7,0 Prozent liegen. Dies entspräche einem Ergebnis von 247 Millionen Euro.

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Einschätzung zur Aktie



Krones hat einen starken Jahresauftakt erwischt - und gleich die Euphorie-Bremse getreten. Bereinigt um vorgezogene Aufträge, hätten die Umsatz-Zuwächse eher bei 5,5 Prozent gelegen, das Vorsteuer-Ergebnis auf Vorjahresniveau, hieß es. Man sehe daher keinen Grund, "die Prognose für das Gesamtjahr zu erhöhen", erklärte das Unternehmen.

Anleger sollten sich davon aber nicht bange machen lassen. Das Familien-Unternehmen gilt als konservativ. Mit dem Rückenwind aus dem ersten Quartal hat sich der Konzern schon mal einen Puffer geschaffen. Und angesichts des aktuellen Auftragspolsters ist Krones bis in den Herbst gut ausgelastet. Böse Überraschungen sind daher derzeit nicht in Sicht.

Auch Analysten bleiben für Krones zuversichtlich. Der Ausblick erscheint "konservativ", schreibt etwa Thorsten Reigber von der DZ Bank in einer ersten Einschätzung.

Krones profitiert vom weltweiten Wachstumstrend für abgefüllte Getränke. Gemessen am Unternehmenswert im Verhältnis zum operativen Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda) ist das Unternehmen gegenüber dem Wettbewerb klar unterbewertet, so Reigber.



Auch charttechnisch ist alles im grünen Bereich. Zwar gab es heute kleinere Gewinnmintnahmen. Aber der aktuelle Aufwärtstrend ist intakt. Auch der langfristige, seit 2012 verlaufende Trend, zeigt weiter nach oben. Die Aktie notiert knapp unter ihrem jüngsten Hoch bei 109,65 Euro. Fällt die Marke, ist der Weg für weitere Kursgewinne frei.

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Ziel: 115 Euro.

Stopp: 100 Euro.