Trotz der ordentlichen Zahlen kam es im Anschluss an deren Vorlage aber zu Kursverlusten bei der K+S-Aktie. Zum einen hatten sich Analysten etwas mehr Gewinn erhofft. Zum anderen - und das wiegt schwerer - hat sich der Konzern von seinem Mittelfristziel verabschiedet. "Aus heutiger Sicht ist das Ziel aus dem Jahr 2015, 2020 ein Konzern-Ebitda von rund 1,6 Milliarden Euro erreichen zu können, nicht mehr realistisch", teilte K + S mit. Zum Vergleich: 2016 hatte das Ebitda bei 519 Millionen Euro gelegen. Bei der Ausgabe des Ziels sei man von einem Kalipreis von rund 330 Dollar je Tonne in Brasilien ausgegangen. Obwohl der aktuelle Preistrend in die richtige Richtung zeige, dürfte dieser Wert nicht erreicht werden. K + S werde aber alles unternehmen, um die daraus entstehende Lücke so gut wie möglich zu schließen. Neue Mittelfristziele will Vorstandschef Burkhard Lohr im Herbst vorstellen.

Abhilfe schaffen soll die neue Kalimine in Kanada, mit der sich K + S ein neues Standbein geschaffen hat und die Anfang Mai eröffnet wurde. Ab Ende 2017 soll dort die angestrebte jährliche Kapazität von zwei Millionen Tonnen erreicht werden. Die Mine ist die größte Investition des Konzerns. "Der erfolgreiche Start lässt uns optimistisch in die Zukunft blicken", sagt Lohr. Man komme gut voran und sei sehr zufrieden. Doch erst im kommenden Jahr werde man "richtig ernten". Bis es soweit ist, könnten die Börsianer in Wartestellung gehen - zumindest kurzfristig ist ein Seitwärtstrend möglich.

Die Wartezeit überbrücken



Mit einem Inline-Optionsschein von HypoVereinsbank Onemarkets können Anleger auf ein solches Szenario setzen. Wenn die K + S-Aktie bis zum 13. Dezember 2017 stets innerhalb der Bandbreite von 16 bis 24 Euro bleibt, generiert der Inliner einen Ertrag von knapp 21,7 Prozent - angesichts der Restlaufzeit von lediglich gut drei Monaten eine attraktive Renditechance. Wegen des Totalverlustrisikos sollten nur sehr spekulative Anleger auf das Papier setzen. Zudem sollte ein Investment nicht über eine Depotbeimischung hinausgehen. Als eine solche sehen wir den Inliner auch in unserem Zertifikate-Depot.