Bisher hatte MTU nur mit einer Marge von 15,5 (2018: 14,7) Prozent gerechnet. Am chinesischen Wartungs-Standort in Zhuhai laufe es besser als gedacht, begründete Vorstandschef Reiner Winkler die Anhebung. Zudem habe sich der Produktmix etwas verbessert. Der Umsatz soll wie geplant leicht auf 4,7 (4,6) Milliarden Euro steigen. Die angepeilte Marge entspricht einem bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von rund 750 (2018: 671) Millionen Euro, gut 20 Millionen mehr als bisher geplant.

Im ersten Halbjahr stieg das bereinigte Ebit um neun Prozent auf 365 Millionen Euro. Die operative Umsatzrendite verbesserte sich damit auf 16,3 (15,6) Prozent. Der Nettogewinn des Konzerns mit mehr als 10.000 Mitarbeitern war mit 261 Millionen Euro zehn Prozent höher als ein Jahr zuvor. "Damit halten wir die MTU auf Rekordkurs", sagte Winkler.

Der Umsatz kletterte um vier Prozent auf 2,24 Milliarden. Am stärksten waren die Zuwächse in der zivilen Luftfahrt: Mit Triebwerksteilen, vor allem für die Airbus-Kurz- und Mittelstrecken-Baureihen A320 und A320neo, erwirtschaftete MTU 13 Prozent mehr. Das Geschäft mit Militär-Triebwerken legte um neun Prozent zu. Der Auftragsbestand von MTU war Ende Juni mit 18,5 (Ende Dezember: 17,6) Milliarden Euro so hoch wie nie. Die Aufträge über 1,3 Milliarden Dollar, die der Konzern auf der Pariser Luftfahrtmesse einsammelte, seien darin noch gar nicht enthalten.

rtr