Das Ergebnis vor Steuern ging im vergangenen Jahr um rund ein Fünftel auf 318 Millionen Euro zurück, wie das Bonner Institut am Dienstag mitteilte. Die Kosten von 182 Millionen Euro unter anderem für eine einheitliche Kunden-Plattform und ein großes IT-Projekt mit der Muttergesellschaft herausgerechnet, hätte die Postbank nach eigenen Angaben 500 Millionen Euro verdient, vier Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Das sei mehr als erwartet, erklärte Vorstandschef Frank Strauß. Der Nettogewinn stieg auf 330 (2012: 287) Millionen Euro.

"Es ist uns gelungen, im Kundengeschäft zu wachsen, die Postbank profitabler und sicherer zu machen und bei der Integration Fortschritte zu erzielen - und zwar gleichzeitig", erklärte Strauß. Im laufenden Jahr soll der Gewinn vor Steuern um mindestens 100 Millionen Euro wachsen.

Im vergangenen Jahr profitierte die Deutsche-Bank-Tochter unter anderem vom Verkauf ihrer US-Tochter an den Mutterkonzern, der ihr 262 Millionen Euro einbrachte. Dadurch sank aber auch der Zinsüberschuss um neun Prozent auf 2,46 Milliarden Euro. Das Zinsergebnis macht fast zwei Drittel der Gesamterträge der Postbank aus. Der Provisionsüberschuss ging um drei Prozent auf 1,12 Milliarden Euro zurück. Die Risikovorsorge sank - vor allem bei der Bauspar-Tochter BHW - um 17 Prozent auf 319 Millionen Euro.

Die harte Kernkapitalquote der Postbank lag zum Jahresende bei 10,9 (Ende 2012: 12,0) Prozent, allerdings noch nach dem überholten Basel-II-Standard. Der Rückgang sei auf den Verkauf der US-Tochter zurückzuführen, deren Hybridkapital aus der Berechnung herausgefallen sei, erklärte die Postbank. Auf vergleichbarer Basis sei die Kapitaldecke um zwei Prozentpunkte gestiegen. In der Finanzkrise hatten komplexe Finanzierungen, die massiv an Wert verloren, an der Kapitaldecke der Postbank gezehrt.

Reuters