Trotz der heutigen Prognoseerhöhung geht die Aktie von ThyssenKrupp zunächst leicht in die Knie. Womöglich aber wird im Tagesverlauf doch noch der massive horizontale Widerstand um zwölf Euro angegriffen, der sich von Februar bis April etabliert hat. Egal ob der nachhaltige Ausbruch gelingt: die untere waagrechte Zone um 10,15/10,25 Euro scheint den MDAX-Wert recht solide. Wir wagen eine kurzfristige Inliner-Spekulation, bei der die untere Schwelle bei 10,00 Euro angesiedelt ist.

Der ThyssenKrupp-Inliner HR67VK wird um 70 Prozent von 6,00 auf 10,00 Euro steigen, wenn die Aktie bis zum 16. Juni zwischen 10,00 und 15,00 Euro bleibt. Angesichts der nur gut fünfwöchigen Restlaufzeit entspräche das einer Pro-Anno-Rendite von gut 10.000 Prozent. Die obere Schwelle dürfte außer Reichweite sein und würde erst über dem Zweijahreshoch 13,95 Euro zum Thema. Das Stop-loss-Management kann man also komplett auf die Unterseite ausrichten.


Bei einem neuerlichen Rückschlag dient die 38-Tage-Linie um 11,10 Euro als gute Unterstützung. Ein viermonatiger Aufwärtstrend sichert zudem um 10,70 Euro ab. Als die Aktie vergangene Woche auf 10,60 Euro fiel, kostete der Inliner gut drei Euro. Es wird ein erster Stopp bei 3,00 Euro platziert und dieser börsentäglich um zehn Cent angehoben. Das Anfangsrisiko von 49 Prozent wird sich dann sukzessive verringern.



Name ThyssenKrupp-Inliner
WKN HR65WQ
Aktueller Kurs 5,60 € / 5,88 €
Schwellen 10,00 € / 15,00 €
Laufzeit 16.06.21
Stoppkurs 3,00 €
Anpassung Stoppkurs +0,10 €/Börsentag
Zielkurs 10,00 €

Stefan Mayriedl schreibt seit 1997 über die Finanzmärkte und gehört zum festen Autorenstamm von BÖRSE ONLINE. Der diplomierte Volkswirt hat sich auf Charttechnik und Derivate spezialisiert. Seit 2010 ist er zudem Chefredakteur des Börsenbriefs smartanlegen.

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