17.13 Uhr - An der Schweizer Börse ist es am Donnerstag auf breiter Front abwärtsgegangen. Der Leitindex SMI sank um 1,3 Prozent auf 10.200 Punkte. Angesichts aufgefrischter Konjunktursorgen standen vor allem Finanz- und Industrietitel auf den Verkaufszetteln. Stark steigende Coronavirus-Neuinfektionen in zahlreichen Ländern und neue Reiswarnungen schürten die Angst vor einem erneuten Abrutschen der globalen Wirtschaft. Auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) warnte, dass es eine Reihe von Risiken gebe, die für Rückschläge sorgen könnten.
Zu den grössten Verlierern unter den Bluechips gehörten UBS und Credit Suisse mit 2,4 und 2,1 Prozent Kursminus. Immer mehr Marktteilnehmer sehen einen Zusammenschluss der beiden Grossbanken als unwahrscheinlich an. Medienberichte, dass Top-Manager der beiden Geldhäuser eine Fusion ausgelotet hätten, hatten die Notierungen jüngst nach oben getrieben. Aber auch der Finanzinvestor Partners Group und die Versicherer Zurich und Swiss Life verloren zwei Prozent und mehr an Wert.
Besser als der Markt hielten sich die als vergleichsweise krisensicher geltenden Unternehmen Nestle und Swisscom. Die Aktien des weltgrössten Lebensmittelkonzerns und des dominierenden Schweizer Telekomanbieters büssten jeweils 0,6 Prozent ein.

15.02 Uhr - Der Stahlhändler Klöckner & Co hat die Folgen der Corona-Krise besser verkraftet als zunächst angenommen. Entgegen der bisherigen Erwartung eines operativen Ergebnisses (Ebitda vor wesentlichen Sondereffekten) in Höhe von 15 bis 25 Millionen Euro rechne der Konzern nun für das dritte Quartal mit 30 bis 40 Millionen Euro, teilte KlöCo am Donnerstag mit. Dies sei unter anderem auf Restrukturierungseffekte zurückzuführen. Zudem habe sich die Nachfrage im September in den Kernmärkten Europa und USA etwas belebt. Im Gesamtjahr rechnet das Unternehmen nun mit einem operativen Ergebnis von 75 bis 95 Millionen Euro, nachdem das Management zuletzt nur 50 bis 70 Millionen Euro in Aussicht gestellt hatte.

14.53 Uhr - Die Aktien der italienischen Banken Banco BPM und Creval legen 8,8 beziehungsweise 9,7 Prozent zu. Händler verweisen auf einen Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach die Institute Übernahmeziele für die französische Credit Agricole sein könnten.

13.03 Uhr - Nach der überraschenden Zinserhöhung der türkischen Notenbank gewinnt die Landeswährung deutlich an Wert. Ein Dollar kostete im Gegenzug mit 7,5597 Lira 1,8 Prozent weniger. Die türkische Notenbank hob den Zins auf 10,25 von 8,25 Prozent an, es war die erste Zinserhöhung seit zwei Jahren.

12.21 Uhr - Mit einem Abschlag von sieben Prozent werden die Aktien von Dürr gehandelt. Der Maschinenbauer begibt Wandelanleihen mit einem Gesamtnennbetrag von etwa 150 Millionen Euro. Das Geld solle für "allgemeine Unternehmenszwecke wie die Refinanzierung" oder für mögliche Zukäufe verwendet werden.

12.04 Uhr - Der Dax dreht ins Plus und notiert 0,1 Prozent höher bei 12.656 Punkten. Banken haben sich bei der jüngsten großen Kreditsalve der Europäischen Zentralbank mit 174,5 Milliarden Euro eingedeckt. An das Rekordvolumen vom Juni komme die Nachfrage zwar nicht heran, sagt LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert. "Trotz des Rückgangs ist der erneut deutlich dreistellige Milliarden-Wert aus Sicht der EZB ein gutes Zeichen bezüglich der Wirksamkeit ihrer geldpolitischen Instrumente - und wohl auch für die zuletzt im Rückwärtsgang befindlichen Börsen, die direkt oder indirekt von neuen Mittelzuflüssen profitieren könnten."

09.10 Uhr - Die Aktien von ThyssenKrupp geben fünf Prozent nach und sind damit schwächster Wert im MDax. Die Experten von Morgan Stanley kappten ihr Kursziel auf 5,4 von 5,8 Euro. Derzeit notieren die Aktien bei 4,56 Euro.

08.28 Uhr - Mit einem Aufschlag von 2,5 Prozent werden die Aktien von SNP Schneider im Frankfurter Frühhandel gehandelt. Das Softwareunternehmen vereinbarte eine Partnerschaft mit Fujitsu, das Vertragsvolumen liegt im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

08.04 Uhr - Die Aktien der Volkswagen-Nutzfahrzeugtochter Traton werden am Donnerstag mit einem Dividendenabschlag gehandelt. Die Dividende liegt bei einem Euro, der Schlusskurs vom Mittwoch bei 17,36 Euro.

06.28 Uhr - Die Kurzvideo-Plattform Tiktok geht gegen die Anordnung der US-Regierung vor, die App des Unternehmens aus den Stores von Apple und Google zu verbannen und damit ein Herunterladen in den USA zu verhindern. TikTok stellte am Mittwoch einen entsprechenden Antrag bei einem US-Gericht. Die von der US-Regierung geplanten Beschränkungen stünden nicht mit nationalen Sicherheitsbedenken, sondern mit politischen Überlegungen angesichts der bevorstehenden Präsidentenwahl im Zusammenhang, erklärte das Unternehmen zur Begründung. US-Präsident Donald Trump hatte Mitte August verfügt, der chinesische Tiktok-Eigner ByteDance habe 90 Tage Zeit, um TikTok zu verkaufen. Ansonsten werde der vor allem bei Jugendlichen beliebte Dienst verboten. Trump, der um seine Wiederwahl kämpft, hatte dies mit der Sorge um die Nutzerdaten von rund 100 Millionen Amerikaner begründet, die in den Händen der Kommunistischen Partei Chinas landen könnten. Derzeit wird über eine Übernahme von Tiktok durch den US-Softwarekonzern Oracle und den Einzelhändler Walmart verhandelt. Dabei sind aber offensichtlich viele Fragen noch ungeklärt.

06.25 Uhr - Im US-Bundesstaat Kalifornien sollen vom Jahr 2035 an keine Neuwagen mit Benzin- oder Dieselmotor mehr verkauft werden dürfen. Das gelte für Pkw und für Lastwagen, sagte Gouverneur Gavin Newsom am Mittwoch. Ab dann dürften nur noch Neuwagen in den Verkauf kommen, die keine Abgase ausstoßen. Gebrauchte Benziner oder Diesel-Fahrzeuge dürften aber weiterhin fahren und auch den Besitzer wechseln. Kalifornien ist der größte Automarkt in den USA mit elf Prozent aller landesweit verkauften Fahrzeuge. "Das ist der wirkungsvollste Schritt, den unser Bundesstaat im Kampf gegen den Klimawandel gehen kann", sagte Newsom. "Wir haben über zu viele Jahrzehnte hinweg erlaubt, dass Autos die Luft verschmutzen, die unsere Kinder und Familienmitgliedern einatmen." Autos sollten nicht dazu beitragen, dass Kinder Asthma bekämen und sie sollten auch keine Gletscher zum Schmelzen bringen oder zum Anstieg des Meeresspiegels beitragen.

rtr