Die US-Notenbank hat am Mittwochabend ihre mit Spannung erwartete Zinsentscheidung verkündet. Und, wie von vielen erwartet, tut sie – nichts.
Die US-Notenbank hat ihre Leitzinsen wie erwartet nicht verändert. Die Zinsspanne verharrt bei 3,50 bis 3,75 Prozent, wie die Fed am Mittwoch in Washington bekannt gab. Bankvolkswirte hatten diese Entscheidung im Schnitt erwartet.
Im vergangenen Jahr hatte die Fed die Leitzinsen dreimal um jeweils 0,25 Prozentpunkte reduziert. Die Notenbank steht weiter unter großem Druck durch US-Präsident Donald Trump, der immer wieder Leitzinssenkungen fordert und Notenbankchef Jerome Powell scharf kritisiert. Dessen Amtszeit endet im Mai.
Laut Mitteilung der Fed haben Trumps früherer Wirtschaftsberater Stephen Miran und Christopher Waller im Board abweichende Meinungen abgegeben. Beide votierten für eine Zinsenkung um 0,25 Basispunkte.
Die Daten für Fed-Funds-Futures deuten laut dem FedWatch-Tool der CME Group darauf hin, dass es im Jahr 2026 noch zu bis zu zwei Zinssenkungen kommen könnte.
Powell hält Zinssatz für „weitgehend neutral“
Fed-Präsident Jerome Powell sagte in seiner Pressekonferenz, die US-Wirtschaft sei gut in das neue Jahr gestartet. „Die US-Wirtschaft ist im vergangenen Jahr solide gewachsen und geht gut aufgestellt ins Jahr 2026“, so Powell. „Zwar ist das Beschäftigungswachstum weiterhin gering, doch die Arbeitslosenquote zeigt Anzeichen einer Stabilisierung, und die Inflation bleibt etwas erhöht.“
Zu der Frage, ob nicht ein lockerere Geldpolitik möglich sei, sagte Powell, er halte die Federal Funds Rate für „weitgehend neutral“ . Dies sei ein Punkt , in dem der Ausschuss weitgehend mit ihm übereinstimme. „Viele meiner Kollegen halten es für schwierig, angesichts der aktuellen Daten zu sagen, dass die Politik derzeit deutlich restriktiv ist“, erklärte er.
US-Aktienindizes reagieren kaum
Die US-Aktienindizes regagierten kaum auf die Meldung. Dow Jones, Nasdaq und S&P 500 pendelten alle mehr oder weniger um die Nullinie. Zum Handelsstart war der S&P 500 erstmals über die Marke von 7000 Punkten gestiegen, dann jedoch wieder zurückgefallen.
Das könnte sich nachbörslich ändern, da nach US-Börsenschluss gleich vier Schwergewichte aus dem Tech-Sektor Quartalszahlen melden: Microsoft, Meta, Tesla und IBM.
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