TOULOUSE (dpa-AFX) - Der weltgrößte Flugzeugbauer Airbus ist wegen stockender Jet-Auslieferungen mit weniger Umsatz und Gewinn ins Jahr gestartet. Weil der schwache US-Dollar und ungünstige Währungsgeschäfte hinzukamen, brach der operative Gewinn vor Sondereffekten (bereinigtes Ebit) im ersten Quartal sogar um mehr als die Hälfte auf 300 Millionen Euro ein, wie der europäische Dax-Konzern am Dienstag nach Börsenschluss mitteilte. Vorstandschef Guillaume Faury beklagte sich erneut über schleppende Triebwerkslieferungen des US-Herstellers Pratt & Whitney. An seinen Zielen für 2026 hält er allerdings fest.

So soll Airbus nach seinen Plänen im laufenden Jahr rund 870 Verkehrsflugzeuge ausliefern und damit etwas mehr als im bisherigen Rekordjahr 2019. Der bereinigte operative Gewinn soll auf etwa 7,5 Milliarden Euro klettern.

Im ersten Quartal sank Airbus' Umsatz im Jahresvergleich konzernweit um sieben Prozent auf rund 12,7 Milliarden Euro. Neben den rückläufigen Flugzeug-Auslieferungen zehrte der schwache US-Dollar am Erlös, da Flugzeuge in Dollar gehandelt werden.

Im Geschäft mit Passagier- und Frachtflugzeugen brach der bereinigte operative Gewinn sogar um 84 Prozent ein. In der weitaus kleineren Raumfahrt- und Rüstungssparte ging es hingegen deutlich aufwärts. Unter dem Strich verdiente Airbus mit 586 Millionen Euro gut ein Viertel weniger als im Vorjahreszeitraum und damit immerhin mehr als von Analysten im Schnitt erwartet.

Allerdings verbrannte der Konzern vor Kundenfinanzierungen fast 2,5 Milliarden Euro an Barmitteln und damit weitaus mehr als von Experten geschätzt. Ein Jahr zuvor hatte der Mittelabfluss nur bei 310 Millionen Euro gelegen./stw/he

Quelle: dpa-Afx