FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von Bayer haben mit einem deutlichen Kursrückgang auf eine Anhörung vor dem obersten US-Gericht im Verfahren um milliardenschwere US-Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten reagiert. Im frühen Handel sackten die Papiere des Pharma- und Chemiekonzerns um 4,2 Prozent auf 36,79 Euro ab und waren damit nach Qiagen zweitschwächster Wert im Dax . Damit zehrten sie ihr mageres Kursplus im bisherigen Jahresverlauf komplett auf.

Mit dem Verlauf der mündlichen Anhörung zeigte sich Bayer zufrieden. Eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs im Fall "Durnell" wird für Ende Juni 2026 erwartet. Die Richter müssen dann entscheiden, ob bei Warnhinweisen beim Verkauf von Unkrautvernichtern - wie Bayer argumentiert - Bundesrecht über dem Recht der einzelnen Bundesstaaten steht. Bayer macht sich Hoffnung, dass ein positives Grundsatzurteil dabei helfen könnte, das teure Thema in absehbarer Zeit abschließen zu können.

Während der Markt die Anhörung negativ sieht, war der Tenor unter Experten bislang neutral bis positiv. Einige Fragen der Juristen hätten bei ihm für Optimismus gesorgt, schrieb Analyst Charles Pitman-King von der britischen Investmentbank Barclays in einer ersten Reaktion. Sein Kollege Richard Vosser von JPMorgan wies nochmals auf die hohe Bedeutung des anstehenden Urteils hin. Sie habe Signalwirkung für etwa 80 Prozent der anhängigen Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten./edh/ajx/nas

Quelle: dpa-Afx