FRANKFURT (dpa-AFX) - Worauf die Bayer-Anleger
Es hätte Signalwirkung für weitere circa 67.000 Fälle, die in der Rückstellung von 6,5 Milliarden Euro im jüngsten Quartalsbericht enthalten waren, schrieb Chris Counihan von der Investmentbank Jefferies am Sonntagnachmittag. Bayer erhofft sich Klärung, ob Bundesrecht zu Warnhinweisen beim Verkauf der Unkrautvernichter über dem Recht von Bundesstaaten steht.
Die Bayer-Aktien reagierten am Freitagabend nachbörslich auf der Handelsplattform Tradegate mit einem Sprung um 6 Prozent über den Xetra-Schluss auf 44,13 Euro auf die Annahme des obersten US-Gerichts.
Anfang Dezember waren es gar bis zu 15 Prozent Kursplus, als der sogenannte Solicitor General - eine Art Generalanwalt der US-Regierung - den Antrag des Konzerns auf Prüfung des "Durnell"-Falls durch den US Supreme Court unterstützte. Damals kletterten die Aktien erstmals seit Anfang 2024 wieder über 35 Euro. Seither bauten sie ihre Erholungsrally um weitere 19 Prozent aus, die Bodenbildung nach jahrelangem Kursrutsch wird immer stabiler.
Die Glyphosat-Causa belastet Bayer seit der Übernahme des US-Agrarchemiekonzerns Monsanto im Jahr 2018. Die Rechtsstreitigkeiten wegen angeblicher Krebsrisiken haben schon viele Milliarden Euro gekostet und den Aktienkurs stark belastet./ag/zb
Quelle: dpa-Afx