FRANKFURT (dpa-AFX) - Angesichts eines schwachen Ergebnisziels für 2026 sowie angekündigter Portfolioanpassungen ist die Aktie von Hamborner Reit am Montag abgesackt. Kurzzeitig fiel das im SDax notierte Papier auf 4,51 Euro und damit den tiefsten Stand seit Januar. Die den kurzfristigen Trend signalisierende 21-Tage-Durchschnittslinie bei aktuell 4,78 Euro wurde durchbrochen. Halt fand das Papier des bislang auf den Büromarkt konzentrierten Immobilien-Unternehmens zuletzt dann an der bei rund 4,60 Euro verlaufenden mittelfristigen 50-Tage-Trendlinie.

Das Minus betrug am Nachmittag knapp 6 Prozent auf 4,64 Euro. Damit zählte die Aktie zu den schwächsten Titeln in dem Nebenwerte-Index.

"Die Investoren reagieren verschnupft auf die Prognose für das operative Ergebnis 2026, die unter der Zielspanne für das abgelaufene Jahr 2025 liegt", kommentierte Andreas Lipkow, Marktexperte beim Handelshaus CMC Markets. Zudem dürften einige auch besorgt sein, da das Unternehmen seine Geschäftsaktivitäten neu ausrichten wolle.

Der Fokus solle künftig stärker auf Einzelhandelsimmobilien liegen, da die Aktivitäten im Büroimmobilienbereich nicht mehr so erfolgreich seien, sagte Lipkow. Zugleich erinnerte er daran, dass dieser Bereich seit der Corona-Pandemie erheblich unter Druck geraten ist. "Die Umstrukturierung wird höchstwahrscheinlich nicht komplett reibungslos erfolgen und finanzielle Nachwehen haben", erwartet er./ck/la/he

Quelle: dpa-Afx