FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Streikwelle bei der Lufthansa belastet am Mittwoch neben der Fluggesellschaft auch den Flughafenbetreiber Fraport . Die Titel der Lufthansa büßten am Vormittag 2,6 Prozent ein nach der Erkenntnis, dass die Piloten bereits ihren nächsten Streik planen, während am Mittwoch das Kabinenpersonal in Ausstand ging.

Während die Fraport-Titel unter dem Eindruck wegfallender Lufthansa-Flüge 1,2 Prozent verloren, zeigten sich die Aktien anderer europäischer Netzwerk-Airlines robuster. Papiere von Air France-KLM und der British-Airways- und Iberia-Mutter IAG bewegten sich in Paris und London jeweils um ihr Vortagsniveau. Die Ölpreise, die zuletzt im Zuge des Iran-Kriegs viele Branchenwerte belastet hatten, lagen zur Wochenmitte auch relativ stabil unter 100 US-Dollar.

Am Montag und Dienstag hatten die Piloten der Lufthansa gestreikt, und nun begannen die Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter mit ihrem nächsten Ausstand, der bis Donnerstag anhalten soll. Parallel kündigten die Piloten für Donnerstag und Freitag schon ihre nächste Streikwelle an. Neben der Kerngesellschaft Lufthansa soll diese auch die Frachtgesellschaft Cargo AG, die Regionalgesellschaft CityLine und den Ferienflieger Eurowings betreffen.

Analystin Yi Zhong vom Baader-Bank-Partner Alphavalue sprach am Mittwoch davon, dass "endlose Streiks" belasteten. Mit dem Ausstand des Kabinenpersonals beginne am Mittwoch bereits die fünfte Streikwelle einer Gewerkschaft. Dies verdeutliche "die systemischen Schwierigkeiten des Konzerns" mit einer angespannten Personalsituation, was die Finanzlage des Konzerns und den Ruf der Marke weiter belasten dürfte. Neben den hohen Treibstoffpreisen sorge dies für zusätzlichen Gegenwind./tih/gl/nas

Quelle: dpa-Afx