FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien der Merck KGaA
2025 bremsten negative Währungseffekte die Darmstädter: Zwar verdiente Merck operativ etwas mehr als im Jahr zuvor, musste aber leichte Umsatzeinbußen und unter dem Strich einen Gewinnrückgang hinnehmen. Die Dividende soll jedoch stabil bleiben.
Nun stellt sich Merck wegen harter Konkurrenz und des schwachen US-Dollars auf schwierige Zeiten ein. 2026 dürfte das operative Ergebnis zurückgehen und der Umsatz bestenfalls das Vorjahresniveau erreichen.
Der Ausblick sei wegen verschiedener Bereinigungen verwirrend, schrieb Analyst Matthew Weston von der Schweizer Großbank UBS. Denn Merck erwartet, dass ab März US-Umsätze mit dem Multiple-Sklerose-Mittel Mavenclad wegen Generikakonkurrenz wegfallen, und berücksichtigt diese daher gar nicht mehr beim Konzernziel. Darüber hinaus werden keine positiven Effekte aus einer möglichen US-Marktzulassung des Fruchtbarkeitsmedikaments Pergoveris eingerechnet, für die derzeit eine beschleunigte Prüfung beantragt wird.
Analyst Peter Spengler von der DZ Bank bezeichnete den Ausblick zwar als konservativ. Allerdings sei sehr positiv, dass bereits jetzt überhaupt eine vollständige quantitative Prognose für das laufende Jahr veröffentlicht worden sei.
Aus charttechnischer Sicht ergibt sich aktuell ein zwiegespaltenes Bild. So haben die Papiere von Merck zwar kurzzeitig die 21- und die 50-Tage-Durchschnittslinien nach oben durchbrochen, welche die kurz- bis mittelfristigen Trends beschreiben. Allerdings war der Kurs im Handelsverlauf auch kurz unter die 100-Tage-Linie gerutscht, die als Maß für die langfristige Entwicklung gilt. Die am Markt viel beachtete 200-Tage-Linie wiederum dient bereits seit Mitte Dezember als Unterstützung./la/ag/stk
Quelle: dpa-Afx