FRANKFURT (dpa-AFX) - Eine Kaufempfehlung der UBS und positive Studiendaten haben die zuletzt ins Stocken geratene Erholung der Bayer-Aktien
Eine große Hürde für Bayer blieb jedoch die Schwelle von 40 Euro, an der sich die Anteilsscheine zuletzt festgelaufen hatten. Etwas über dieser Marke befinden sich zudem bedeutende kurz- und mittelfristige Durchschnittslinien, die als wichtige Widerstände fungieren.
Analyst Matthew Weston von der Bank UBS signalisierte mit seinem Kursziel von 52 Euro aber noch Luft nach oben über das Jahreshoch von fast 50 Euro hinaus. Mit Blick auf die Lösung der Probleme rund um das Unkrautbekämpfungsmittel Glyphosat sieht der Experte inzwischen ein Chancen-Übergewicht. Im Pharmabereich ist er optimistisch für die wichtigsten Wachstumstreiber. Zudem spreche die jüngste Kursschwäche für einen Kauf der Papiere der Leverkusener.
Darüber hinaus verwies Analyst James Quigley von der US-Investmentbank Goldman Sachs auf erfreuliche Studiendaten zu dem Medikament Kerendia. Das Mittel habe sich bei Patienten mit nicht-diabetesbedingten chronischen Nierenerkrankungen als Ergänzung zur Erstlinientherapie im Vergleich zum Placebo als wirksam erwiesen und zudem das vorherige Verträglichkeitsprofil bestätigt.
Für Quigley ist dies eine positive Überraschung, nachdem in einer vorherigen Studie unter ähnlichen Voraussetzungen keine merkliche Verbesserung erzielt worden sei. Der aktuelle Studienerfolg untermauere die Erwartung an den Spitzenumsatz des Mittels, auch wenn die Indikation von untergeordneter Bedeutung sei.
Seit Mitte November hatten sich Bayer-Papiere in der Spitze fast verdoppelt - getrieben von positiven Studiendaten zum Schlaganfall-Mittel Asundexian und der positiveren Entwicklung der Glyphosat-Causa. Denn das oberste US-Gericht hat sich dem Fall des Klägers John Durnell angenommen - Bayer erhofft sich demnächst ein günstiges Grundsatzurteil.
Dank des starken Kursanstieges über die letzten Monate erscheinen die Bayer-Aktien inzwischen aus charttechnischer Sicht langfristig gut unterstützt: Die Papiere notieren komfortabel über den viel beachteten 200-Tage-Linien./la/ag/men
Quelle: dpa-Afx