FRANKFURT (dpa-AFX) - Pläne für den Verkauf von Aktien aus eigenem Bestand haben die Anleger von Salzgitter am Dienstag offenbar verunsichert. Dabei ist das Ziel der vom Stahlkonzern angekündigten Maßnahme, den Streubesitz zu erhöhen, eigentlich ein positives Anliegen. Am Nachmittag verloren die Salzgitter-Papiere als schwächster Wert im MDax 6,8 Prozent auf 46,14 Euro.

Charttechnisch erreichen sie damit eine kritische Schwelle, denn nach ihren analog zum Rohstoffsektor verzeichneten Kursgewinnen seit Ende März droht nun der Rutsch unter die 50-Tage-Linie für den mittelfristigen Trend.

In Gesprächen mit Investoren sei wiederholt deutlich geworden, dass die Liquidität der Aktie insbesondere von größeren Investoren als Hemmnis für ein Engagement wahrgenommen werde, hatte Salzgitter mitgeteilt. "Mit dem teilweisen Verkauf eigener Aktien verbessern wir gezielt die Liquidität unserer Aktie und reagieren damit auf Rückmeldungen aus dem Kapitalmarkt", erklärte Vorstandschef Gunnar Groebler. Aktuell beträgt der Streubesitz von Salzgitter etwas mehr als 34 Prozent./ajx/jha/

Quelle: dpa-Afx