FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Aktien von United Internet
Besonders positiv stachen die Anteilsscheine des Webhosters Ionos hervor, die im sehr schwachen MDax
United Internet belegten zur Mittagszeit mit plus 6,0 Prozent auf 27,40 Euro den zweiten Platz im Index der mittelgroßen Werte, womit das bisherige Jahresminus auf rund ein Prozent schrumpfte.
Im Nebenwerte-Index SDax
Analyst Andrew Lee von Goldman Sachs, der alle drei Aktien aus der Internet- und Telekombranche zum Kauf empfiehlt, sprach von weitgehend beruhigenden Quartalsergebnissen und Ausblicken. Bei Ionos lobte er darüber hinaus die Aussagen zum Neukundenzuwachs.
So erwarte der Webhoster mit Blick auf den im Jahresvergleich aktuell noch rückläufigen Durchschnittsumsatz je Nutzer, dass die wachsende Zahl an Neukunden dies in den kommenden Quartalen wohl kompensieren werde. Aktienexperte Frederik Altmann von Alpha Wertpapierhandel sprach denn auch mit Blick auf die Neukundengewinnung von einem "echten Highlight" und hob obendrein hervor, dass Ionos erhebliches Wachstumspotenzial nicht nur in bestehenden Features sehe, sondern insbesondere auch in neuen KI-Funktionen.
Mit Blick auf die Mutter United Internet sowie 1&1 hob er die positiven Ausblicke hervor, und Goldman-Analyst Lee wies obendrein auf den Barmittelzufluss (FCF) hin. Er rechnet nun mit steigenden Marktschätzungen für diese für Aktionäre besonders interessanten Kenngröße. Zu 1&1 ergänzte Lee, dass der mittelfristige Ausblick "beruhigende Klarheit hinsichtlich der Entwicklung des Telekomanbieters in Bezug auf Ausbau, Investitionsausgaben und FCF bietet".
Laut Analyst Karsten Oblinger von der DZ Bank gab es zwar keine größeren Überraschungen bei United Internet, weshalb die Auswirkungen auf die Konsensschätzungen zu vernachlässigen seien. Doch auch er schrieb, dass dessen Ausblick "insgesamt positiv aufgenommen werden" dürfte.
Für die aktuelle Bewertung der United-Internet-Aktie spiele jedoch auch die Marktwahrnehmung der Tochter Ionos eine wichtige Rolle, ergänzte er. In den vergangenen Monaten habe diese, wie auch die Wahrnehmung der gesamten Vergleichsgruppe, erheblich unter KI-Ängsten gelitten. Er selbst hält diese Sorgen allerdings für überzogen./ck/err/stk
Quelle: dpa-Afx