PARIS (dpa-AFX) - Die Aktien von Safran
Der französische Triebwerkhersteller verspricht sich vom Rüstungsboom und der anziehenden Nachfrage von Flugzeugbauern deutliche Gewinnsteigerungen in den kommenden Jahren. Die mittelfristigen Aussichten bis 2028 hätten sich zudem gebessert.
So erwartet Safran das mittlere jährliche Umsatzplus von 2024 bis 2028 nun bei rund zehn Prozent statt im hohen einstelligen Bereich. Das Unternehmen erklärte dies mit einem starken Ersatzteilgeschäft mit der zivilen Luftfahrt und dem Schwung bei Rüstungsaufträgen.
Am Markt und bei Experten kamen diese Neuigkeiten gut an. Analyst David Perry von der Investmentbank JPMorgan sieht für die durchschnittlichen Analystenschätzungen für das laufende Jahr nun Luft nach oben. Zudem dürften die Prognosen des Unternehmens für 2028 eher vorsichtig gewählt sein, schätzt er. Mit Blick auf die Telefonkonferenz zur Zahlenvorlage stünden noch die Pläne des Unternehmens für Ausschüttungen an die Aktionäre und Aktienrückkäufe im Blick.
Sam Burgess von der US-Investmentbank Goldman Sachs hob vor allem den freien Finanzmittelfluss positiv hervor - sowohl für 2025 als auch den starken Ausblick auf 2026.
Für George McWhirter von der Privatbank Berenberg läuft der "Wachstumsmotor" bei Safran weiter. Der Analyst verweist ebenfalls auf den starken Barmittelfluss. Der Ausblick für 2026 impliziere hier einen Anstieg der durchschnittlichen Markterwartung um sieben Prozent.
Safran habe die Messlatte noch einmal höher gelegt, schrieb Milene Kerner von der britischen Bank Barclays. Der Ausblick auf das laufende Jahr habe die Erwartungen übertroffen, angetrieben von der unerwartet starken Dynamik im lukrativen Ersatzteilgeschäft.
Gut laufende Geschäfte rund um die Triebwerkswartung liefern Safran schon länger Rückenwind. Seit Ende 2023 hat sich der Aktienkurs etwas mehr als verdoppelt. Im noch jungen Jahr 2026 liegen die Papiere nun schon rund elf Prozent im Plus./err/mis/stw
Quelle: dpa-Afx