NEW YORK (dpa-AFX) - Trotz steigender Zinserwartungen und Kapitalmarktrenditen rät die Investmentbank JPMorgan zu Aktienkäufen. "Höhere Anleiherenditen sollten nicht belastend für Aktien sein", schrieb Stratege Marko Kolanovic am Mittwoch in einer Studie vom Mittwoch. Sie sprächen vielmehr für Umschichtungen aus Wachstumstiteln in werthaltige Papiere.

Die jüngsten Verluste risikoreicher Anlageklassen als Reaktion auf das vergangene Sitzungsprotokoll der US-Notenbank (Fed) sei wohl übertrieben gewesen, argumentierte Kolanovic. Denn die Fed werde die geldpolitischen Zügel nur schrittweise anziehen und in einem Tempo, mit dem die Finanzmärkte zurechtkämen. Zudem dürfte die Straffung der Geldpolitik von einer kräftigen zklischen Erholung der Konjunktur flankiert werden. Einer eigenen Umfrage zufolge planten derzeit zwei von drei Investoren, die Aktienpositionen aufzustocken.

Die Omikron-Variante des Coronavirus stelle für das erste Quartal des neuen Jahres zwar ein gewisses Risiko dar; mit einem erwarteten starken Anstieg der Infektionszahlen in den kommenden Wochen sei mit Blick auf das zweite Quartal aber mit einem starken Rückenwind für die Wirtschaft zu rechnen. "Wenn diese Welle abebbt, dann dürfte vermutlich das Ende der Pandemie in Sicht sein", so Kolanovic. Denn dann dürfte sich eine "breite natürliche Immunität" durchgesetzt haben./bek/la/mis

Quelle: dpa-Afx