BERLIN (dpa-AFX) - Touristen finden in diesem Sommer an deutschen Flughäfen ein ähnlich großes Angebot an Urlaubsflügen wie vor der Corona-Krise. Gut 115 Millionen Sitze auf der Kurz- und Mittelstrecke bedeuten 99 Prozent des Niveaus aus dem Jahr 2019, wie der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) berichtet. Verglichen wurden jeweils die Sechs-Monats-Abschnitte von April bis September. Vor allem in die Zielgebiete Südeuropa (110 Prozent) und Nordafrika/Levante (134 Prozent) sind deutlich mehr Flugzeuge unterwegs.
Im internationalen Vergleich hat sich der Luftverkehr in Deutschland langsamer erholt als in den meisten übrigen Staaten Europas. Weggefallen sind vor allem innerdeutsche Flüge, die nur noch 55 Prozent des Angebots aus 2019 erreichten. Dieser Sektor wuchs aber zuletzt mit einer Steigerung von 6 Prozent zum Vorjahreszeitraum am schnellsten.
Flugverkehr in Europa wächst schneller
Unter dem Strich beträgt das aktuelle Sitzplatzangebot in Deutschland in dem Sechs-Monate-Zeitraum gut 146 Millionen Sitzplätze. Das sind 2 Prozent mehr als im Jahr zuvor, aber auch 7 Prozent weniger als im letzten Jahr vor der Covid-Pandemie. Im übrigen Europa ist das Angebot im gleichen Zeitraum um 16 Prozent gewachsen.
Vor allem internationale Punkt-zu-Punkt-Airlines wie Ryanair
Ryanair konzentriert sich dabei auf kleinere Flughäfen wie Memmingen, Weeze oder Karlsruhe/Baden-Baden, die damit überdurchschnittliche viele Urlaubsreisen anbieten können. Ein deutlich abgespecktes Angebot gibt es hingegen in Leipzig, Stuttgart oder Berlin./ceb/DP/stk
Quelle: dpa-Afx