MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die hoch verschuldete Baywa
Schnelle Trennung soll der bessere Weg sein
Für die Muttergesellschaft Baywa AG hätte die baldige Trennung den Vorteil, dass die Ökostromgesellschaft und deren Verbindlichkeiten nicht mehr in der Bilanz verbucht werden müssen. Baywa-Vorstand, Gläubigerbanken und die zwei Hauptaktionäre hatten sich am Dienstagabend nach monatelangen Gesprächen im Grundsatz auf einen neuen Sanierungsplan verständigt, nachdem das bisherige Konzept wegen der Probleme der Baywa r.e. nicht mehr zu halten war.
"Es ist erfreulich, dass eine Einigung erzielt werden konnte", kommentierte Stefan Müller, der Präsident des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB). Der GVB vertritt die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken, die über ihre Beteiligungsgesellschaft BRB größter Baywa-Aktionär sind. Die aus der Genossenschaftsbewegung hervorgegangene Baywa spielt für Landwirtschaft und Lebensmittelversorgung vor allem im Süden und Osten Deutschlands eine große Rolle.
Verkauf der Baywa r.e. bringt viel weniger als erhofft
Sowohl die Sanierung der Baywa AG als auch diejenige der r.e. sollen nun voraussichtlich jeweils zwei Jahre länger als ursprünglich bis 2030 dauern. Die r.e. hätte eigentlich für einen erhofften Preis von 1,7 Milliarden Euro verkauft werden sollen, doch hatte deren Management seine Ergebnisziele im Frühjahr drastisch nach unten geschraubt. Mittlerweile geht der Baywa-Vorstand davon aus, dass der Verkauf des r.e.-Anteils noch 900 Millionen Euro einbringen könnte. Allerdings sollen sowohl die Baywa AG als auch EIP auf ausstehende Forderungen gegen die BayWa r.e. verzichten, wie aus Ziems' Mail hervorgeht./cho/DP/stw
Quelle: dpa-Afx