STUTTGART (dpa-AFX) - Die IG Metall sieht sich nach den ersten Ergebnissen bei den Betriebsratswahlen in baden-württembergischen Unternehmen gestärkt. "Die IG Metall ist und bleibt die Ansprechpartnerin Nummer eins für die Kolleginnen und Kollegen im Betrieb", sagte Bezirksleiterin Barbara Resch laut Mitteilung. Die bisherigen Ergebnisse seien "ein deutliches Vertrauenssignal" für die Gewerkschaft, hieß es laut Mitteilung.
Die Industrie befinde sich mitten in einer tiefgreifenden Transformation. Viele Beschäftigte spürten den Druck durch internationale Konkurrenz, hohe Energiekosten und den Wandel der Technologien. Umso mehr freue es sie, dass die IG Metall bei den bisherigen Wahlen sehr gut abschneide, sagte Resch.
"Pseudo-Gewerkschaften"
Wo Unternehmen keine strategischen Antworten auf die Krise fänden, versuchten populistische Gruppierungen, die Verunsicherung zu instrumentalisieren, sagte Resch. Der als AfD-nah geltende Verein "Zentrum-Die alternative Gewerkschaft" hatte versucht, vorrangig in den Autofabriken stärker Fuß zu fassen.
Solche "Pseudo-Gewerkschaften" lieferten keine einzige sachliche Antwort, sagte Resch. "Sie reiten lediglich auf einer Bugwelle der Verunsicherung, um Belegschaften zu spalten und sich Posten zu sichern."
Bei Mercedes-Benz
DGB: "Große Rückendeckung"
Die DGB-Gewerkschaften hätten bei den bisherigen Betriebsratswahlen durchweg sehr hohe Zustimmung erfahren, teilte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Baden-Württemberg, Kai Burmeister, mit. Die Betriebsräte hätten "große Rückendeckung" erhalten. Gleichzeitig sah er Nachholbedarf in vielen mittleren und kleinen Betrieben ohne Betriebsrat. Da gebe es noch "viele weiße Flecken", sagte Burmeister.
In Deutschland können bis Ende Mai Millionen Beschäftigte in zehntausenden Betrieben die Arbeitnehmervertretungen neu wählen. Im Organisationsbereich der IG Metall stehen insgesamt rund 60.000 Mandate in ungefähr 9.500 Betriebsratsgremien zur Wahl./rwi/DP/zb
Quelle: dpa-Afx