FRANKFURT/LONDON (dpa-AFX) - Das von der italienischen Großbank Unicredit am Montag angekündigte Übernahmeangebot für die Commerzbank
Die Unicredit, die direkt über Aktien und indirekt über Finanzinstrumente mehr als Prozent an der Commerzbank hält, hatte zu Wochenbeginn ein freiwilliges Übernahmeangebot für den Frankfurter Dax-Konzern
In einem freiwilligen Tauschangebot will die italienische Großbank für sämtliche Commerzbank-Aktien je 0,485 neue Unicredit-Papiere bieten. Das entspricht den Angaben zufolge einem Preis von 30,80 Euro je Commerzbank-Anteil oder einem Aufschlag von vier Prozent zum Schlusskurs vom 13. März. Damit bewertet die Unicredit die Commerzbank mit knapp 35 Milliarden Euro.
Es habe keine Vorwarnung oder vorherige Kontaktaufnahme seitens der Unicredit gegeben, sagte Orlopp. Laut der Managerin hat die Mailänder Großbank die Regierung in Rom aber durchaus über das geplante Vorgehen informiert.
Die Unicredit wirbt seit langem um die Commerzbank, diese besteht jedoch auf ihrer Eigenständigkeit und bekommt dabei Unterstützung von der Bundesregierung.
Orlopp verwies in der Telefonkonferenz im Zusammenhang mit dem Vorgehen der Unicredit auch erneut auf die finanzielle Gesundheit der Commerzbank. Das Institut hatte 2025 ein Rekordergebnis eingefahren. Der Start in 2026 sei "sehr gut" gewesen, sagte die Managerin. Sie sei "sehr zuversichtlich" mit Blick auf die für das laufende Jahr ausgegebenen Finanzziele./lew/tav/stw
Quelle: dpa-Afx