WIESLOCH (dpa-AFX) - Der Umbau seines Immobiliengeschäfts hat den Finanzdienstleister MLP im vergangenen Jahr Gewinn gekostet. Vor Zinsen und Steuern sei das Ergebnis (Ebit) auf 87,9 Millionen Euro zurückgegangen, teilte das im SDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Wiesloch mit. Das war noch weniger als mit der bereits gesenkten Prognose angepeilt. Ein Jahr zuvor hatte MLP noch 95 Millionen Euro als operatives Ergebnis erzielt.

Der Finanzdienstleister hatte im vergangenen November mitgeteilt, beim Tochterunternehmen "Deutschland.Immobilien" sich zukünftig nur noch auf das Vermittlungsgeschäft und die Konzeptionierung von Immobilienprojekten zu konzentrieren und keine Entwicklungsprojekte mehr aufzusetzen. Durch den Umbau ergab sich ein negativer Einmaleffekt. Diesen herausgerechnet wäre das Betriebsergebnis gestiegen, hieß es von MLP weiter. Für die Aktionäre gibt es nun eine im Vergleich zum Vorjahr stabile Dividende von 0,36 Euro.

Im laufenden Jahr 2026 soll der operative Verdienst aber wieder steigen, und zwar auf 100 bis 110 Millionen Euro. Für 2028 plant die Führungsspitze unverändert mit einem Wert von 140 bis 155 Millionen Euro. Auch das Mittelfristziel für Gesamterlöse von 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro wurde bestätigt - 2025 waren diese auf einen bisherigen Höchstwert von 1,08 Milliarden Euro gestiegen./tav/stk

Quelle: dpa-Afx