^ Original-Research: SBF AG - von Montega AG
11.05.2026 / 10:10 CET/CEST Veröffentlichung einer Research, übermittelt durch EQS News - ein Service der EQS Group. Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw. Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.
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Einstufung von Montega AG zu SBF AG
Unternehmen: SBF AG ISIN: DE000A2AAE22
Anlass der Studie: Update Empfehlung: Kaufen seit: 11.05.2026 Kursziel: 6,50 EUR (zuvor: 6,80 EUR) Kursziel auf Sicht von: 12 Monaten Letzte Ratingänderung: - Analyst: Kai Kindermann, Bastian Brach
2025 von Verzögerungen geprägt - Operative Fortschritte sichtbar
Die SBF AG hat kürzlich den Geschäftsbericht für 2025 veröffentlicht.
[Tabelle]
Oberes Ende der Umsatzguidance erreicht: Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte SBF bei einem Konzernumsatz von 40,7 Mio. EUR (-13,8% yoy) ein EBITDA von rund 1,0 Mio. EUR (Vj.: 0,6 Mio. EUR). Damit wurden unsere Erwartungen auf Top-Line-Ebene leicht übertroffen und die eigene Prognose von 39,0 bis 41,0 Mio. EUR in der oberen Hälfte erreicht. Das EBITDA lag zwar sowohl unter unseren Erwartungen als auch unterhalb der Unternehmensguidance i.H.v. 1,7 bis 2,1 Mio. EUR, konnte jedoch im Jahresvergleich deutlich gesteigert werden.
Abrufverschiebungen der Fahrzeugbeleuchtung: Im Segment Schienenfahrzeuge ging der Umsatz um 10,0% yoy auf 18,9 Mio. EUR zurück. Hintergrund waren Produktionsschwierigkeiten seitens der Fahrzeughersteller. Da SBF typischerweise auf Abruf kurz vor Fertigstellung der Züge liefert, können hier die Umsätze ohne Veränderung der zugrundeliegenden Nachfrage schwanken, was zu einem Rückgang des Segment-EBITDA auf 1,8 Mio. EUR (Vj.: 2,9 Mio. EUR) führte. Der weiterhin hohe Bedarf an Schienenfahrzeugen (Auftragsbestand Stadler Rail zum 31.12.2025: 32,3 Mrd. CHF; +10,6% yoy) dürfte mittelfristig zu Aufholeffekten führen, jedoch auch 2026 noch belastend wirken. Entsprechend erwarten wir für 2026 lediglich ein leichtes Umsatzwachstum (MONe: 19,5 Mio. EUR), dem aufgrund makroökonomischer Entwicklungen ein inflationäres Kostenumfeld gegenüberstehen dürfte.
Turnaround der Lunux nach Einmalkosten in 2025 avisiert: Der Umsatz im Segment öffentliche und industrielle Beleuchtung sank auf 9,8 Mio. EUR (-16,9% yoy). Belastend wirkten ein schwaches Marktumfeld im öffentlichen und industriellen Bereich sowie weitere Verzögerungen bei potenziell positiven Effekten aus dem Sondervermögen, aus dem im Jahr 2025 keine Mittel an Länder und Kommunen geflossen sind. Hinzu kamen einmalige Aufwendungen in Höhe von 1,8 Mio. EUR im Zusammenhang mit der Produktionsverlagerung nach Budweis. Infolgedessen blieb das Segment mit einem EBITDA von -1,7 Mio. EUR (Vj.: -1,9 Mio. EUR) weiterhin defizitär. Nach der Anpassung der Kostenstruktur infolge mehrerer verlustreicher Jahre erwarten wir für 2026 eine Rückkehr zur Profitabilität auf EBITDA-Ebene.
Profitabilitätssprung bei AMS: Trotz rückläufiger Umsätze (12,7 Mio. EUR; -14,8% yoy) erwirtschaftete das Segment Sensortechnologie & Elektromechanik einen deutlich positiven Ergebnisbeitrag von 1,5 Mio. EUR. Nach einem Defizit von -0,8 Mio. EUR im Vorjahr konnte das EBITDA hier durch eine stärkere Ausrichtung auf margenstarke Projekte signifikant gesteigert werden. Darüber hinaus konnten weitere Fortschritte bei der Integration in die Gruppe erzielt werden. Für 2026 stellt das Unternehmen zwar einen erneuten Umsatzrückgang auf 8,0 bis 12,0 Mio. EUR in Aussicht, dürfte dabei aber weiterhin profitabel bleiben.
Fazit: SBF bewegt sich weiterhin im Spannungsfeld zwischen strukturellem Bedarf nach den angebotenen Lösungen und temporären Projektverschiebungen, die sich voraussichtlich auch 2026 fortsetzen werden. Umsatzseitig erwarten wir zunächst ein konstantes Niveau mit positiven Wachstumsimpulsen im zweiten Halbjahr sowie verstärkt ab 2027. Beim EBITDA rechnen wir hingegen mit einer weiteren Verbesserung infolge der angepassten Kostenstruktur. Wir bestätigen unsere Kaufempfehlung und passen das Kursziel aufgrund der erwarteten zeitlichen Verzögerungen auf 6,50 EUR an (zuvor: 6,80 EUR).
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Quelle: dpa-Afx