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AUSTIN (dpa-AFX) - Tesla
Laut Philippe Houchois von Jefferies hat Tesla positiv überrascht und eine operative Ergebnismarge (Ebit) erzielt, die doppelt so hoch sei wie am Markt im Schnitt erwartet. Für RBC-Analyst Tom Narayan lag die Bruttomarge im Kerngeschäft mit Elektroautos dank positiver Sonder- und Währungseffekte über den Erwartungen, es sehe aber auch um diese bereinigt gesund aus. Dazu seien die Abo-Zahlen für das Fahrassistenzsystem um gut die Hälfte gestiegen. Er verweist jedoch auch auf höheren Investitionen des Autobauers und zeigt sich vorsichtig mit Blick auf das Geschäft mit humanoiden Robotern.
Die weltweiten Tesla-Auslieferungen kletterten im ersten Quartal im Jahresvergleich um 6,3 Prozent auf 358.023 Fahrzeuge. Im Vorjahresquartal waren die Auslieferungen noch um 13 Prozent gefallen.
Musk hatte bereits nach den Absatzrückgängen im vergangenen Jahr gesagt, die Zukunft von Tesla liege ohnehin in autonom fahrenden Robotaxis und humanoiden Robotern. Zugleich brachte Tesla etwas günstigere Versionen des Model 3 und des Model Y auf den Markt.
Tesla rechnet damit, dass sein fortgeschrittenes Fahrassistenzsystem, das Fahrern weitgehend die Steuerung abnehmen soll, in den kommenden Monaten in der ganzen EU zugelassen wird. Man sei nach der Genehmigung in den Niederlanden gut für eine EU-weite Zulassung im laufenden Quartal aufgestellt, sagte Tesla-Finanzchef Vaibhav Taneja.
Zu den Rückgängen im vergangenen Jahr hatte unter anderem eine Umrüstung der Produktionslinien für ein Update des Bestsellers Model Y beigetragen. Ein weiterer Faktor waren die Kontroversen um die politischen Aktivitäten von Firmenchef Elon Musk, der eine Zeit lang ein enger Vertrauter von US-Präsident Donald Trump war und in dessen Auftrag die Regierungsausgaben stutzen sollte. Einige potenzielle Interessenten wurden von Musks rechten politischen Ansichten abgeschreckt.
Außerdem sorgte Trump dafür, dass in den USA Ende September 2025 die Steuervergünstigung von 7.500 Dollar beim Kauf eines Elektroautos wegfiel. Tesla brachte das einen Rekordabsatz mit der Torschlusspanik im dritten Quartal - mit einem darauffolgenden weiteren Rückgang.
Tesla hat sein europäisches Werk, das das Model Y produziert, in Grünheide bei Berlin. Der Autobauer will die Zahl der Beschäftigten dort nun kurzfristig um 1.000 aufstocken, wie das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Damit würden dort 11.700 Menschen arbeiten. Tesla begründet die Steigerung mit gestiegener Nachfrage. Vor etwas mehr als zwei Jahren arbeiteten dort rund 12.400 Beschäftigte./err/so/DP/nas/stk/he
Quelle: dpa-Afx