HANNOVER (dpa-AFX) - Der Reifen- und Kunststofftechnikkonzern Continental
Das Papier verlor zuletzt 1,3 Prozent in einem sehr schwachen Dax. Branchenwerte wie Autobauer und andere Zulieferer entwickelten sich aber nicht so schwach wie Conti. Das grundlegende Tagesgeschäft mit der Reifenherstellung verlaufe weiter stark, urteilte Citigroup-Analyst Ross MacDonald.
Michael Aspinall von Jefferies schrieb, dass die Resultate von Contitech schwach ausfielen. Das Kunststofftechnikgeschäft sei mit der Konjunktur schwankungsanfällig. Die Frage, wie sehr das schlechte Abschneiden auf der Bewertung laste, sei daher schwierig zu beantworten. Ein schwaches Quartal in einem schwierigen Umfeld sollte seiner Ansicht nach aber nicht zu schwer wiegen.
"Das hohe Interesse potenzieller Käufer bestätigt die Werthaltigkeit und das Potenzial von Contitech", sagte Finanzchef Roland Welzbacher laut Mitteilung. Ein strukturierter Verkaufsprozess starte wie geplant in diesem Monat. Bereits im August hatte Conti für die Teile der Sparte, die die Autoindustrie beliefern (OESL), eine Verkaufseinigung erzielt - den Abschluss dafür erwartet das Management in diesem ersten Quartal.
Insgesamt betrug der Umsatz von Conti 19,7 Milliarden Euro, das ist ein Rückgang gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreswert von rund 20,2 Milliarden. Dabei ist die ehemalige Autozuliefersparte ausgeklammert, die Conti im September unter dem Namen Aumovio über einen reinen Spin-Off an der Börse abgespalten hat. Die um Sondereffekte bereinigte Ergebnismarge vor Zinsen und Steuern lag bei rund 10,2 Prozent und damit 1,2 Prozentpunkte niedriger. Beide Werte bewegen sich in der unteren Hälfte der Prognosespanne.
Der bereinigte Mittelzufluss lag mit 1,0 Milliarden Euro am oberen Ende der anvisierten Bandbreite. In der Kunststofftechniksparte Contitech traf Conti zwar mit dem Erlös das untere Ende der angepeilten Bandbreite. Die bereinigte Marge vor der buchhalterischen Anwendung von Abspaltungsregeln lag aber deutlich unter den Planungen. Conti will das Geschäft dieses Jahr komplett verkaufen und sich wieder vorwiegend auf die lukrative Reifensparte konzentrieren. Die detaillierten Finanzzahlen legen die Niedersachsen am 4. März vor./men/lew/he
Quelle: dpa-Afx