MÜNCHEN (dpa-AFX) - Geringere Katastrophenschäden haben der Allianz
Die Allianz-Aktie ging am Morgen in den Sinkflug. Zur Mittagszeit lag sie noch mit 0,7 Prozent im Minus bei 378,90 Euro und gehörte damit zu den schwächeren Werten im Dax
So verdiente der Konzern 2025 unter dem Strich fast 10,8 Milliarden Euro, etwa achteinhalb Prozent mehr als im Vorjahr. Die Dividende soll nun um elf Prozent auf 17,10 Euro je Aktie steigen. Außerdem will die Allianz - wie seit Mittwochabend bekannt - für bis zu 2,5 Milliarden Euro eigene Aktien zurückkaufen.
Für 2026 nimmt sich Vorstandschef Oliver Bäte einen operativen Gewinn in Höhe von 16,4 bis 18,4 Milliarden Euro vor. Damit hält er sich im Vergleich zum Ergebnis des Vorjahres eine Spanne von jeweils einer Milliarde Euro nach oben und unten offen. Analysten hatten für 2026 zuletzt bereits etwa 18 Milliarden Euro auf dem Zettel.
Im vergangenen Jahr wuchs das gesamte Geschäftsvolumen des Konzerns um vier Prozent auf knapp 187 Milliarden Euro. Am besten entwickelte sich das Schaden- und Unfallgeschäft, zu dem auch die Auto- und die Gebäudeversicherung gehören.
Der operative Gewinn der Sparte stieg um 14 Prozent auf knapp neun Milliarden Euro. Dabei kam der Allianz wie bei anderen Versicherern das Glück zu Hilfe: Bei dem Dax-Konzern fielen die Naturkatastrophenschäden mit gut 1,1 Milliarden Euro vergleichsweise niedrig aus. Im Vorjahr hatte die Allianz dafür fast 1,8 Milliarden Euro bezahlen müssen.
Weniger deutlich legte die Lebens- und Krankenversicherung zu: Ihr operativer Gewinn wuchs lediglich um knapp zwei Prozent auf 5,6 Milliarden Euro.
Etwas stärker aufwärts ging es im Fondsgeschäft, zu dem die Konzerntöchter Pimco und Allianz Global Investors (AGI) gehören. Der operative Gewinn stieg um gut drei Prozent auf 3,3 Milliarden Euro. Ohne den starken Euro hätte der Anstieg fast sieben Prozent betragen.
Treiber waren sowohl die nach wie vor gute Entwicklung der Finanzmärkte als auch das Zutrauen der Kunden, die 139 Milliarden Euro zusätzlich anlegten. Das für Dritte verwaltete Vermögen wuchs in diesem Zuge bis Ende Dezember auf 1,99 Billionen Euro und lag damit so hoch wie nie zuvor.
Die Allianz ist mit 156.000 Mitarbeitern in knapp 70 Ländern aktiv und damit der größte deutsche Versicherungskonzern. Anders als die deutsche Industrie ist die Versicherungsbranche von der seit Jahren anhaltenden Wirtschaftsflaute in Europa kaum getroffen./stw/cho/tav/stk
Quelle: dpa-Afx