CHARLOTTE (dpa-AFX) - Der Mischkonzern Honeywell hat im vergangenen Jahr einen Schlussspurt hingelegt. So stieg der Umsatz im vierten Quartal um sechs Prozent auf knapp 9,8 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen am Donnerstag in Charlotte mitteilte. Organisch - sprich währungs- und portfoliobereinigt - stiegen die Erlöse um elf Prozent. Dabei profitierte das Unternehmen von einer guten Nachfrage in seiner Luft- und Raumfahrt-Sparte sowie in der Gebäudeautomation. Die Profitabilität hingegen wurde durch Wertberichtigungen von als zum Verkauf klassifizierten Geschäftsbereichen belastet. Das bereinigte Ergebnis je Aktie kletterte um 17 Prozent auf 2,59 Dollar.

Organisches Wachstum sowie das bereinigte Ergebnis je Aktie fielen besser aus, als von Analysten erwartet worden war. Für das laufende Jahr stellte Honeywell ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 10,35 bis 10,65 Dollar in Aussicht, was ebenfalls mehr ist als von den Marktexperten im Schnitt angenommen. Dies würde einem Wachstum von sechs bis neun Prozent im Vergleich zum Vorjahr entsprechen. Das organische Wachstum sieht der Konzern bei drei bis sechs Prozent. Im frühen New Yorker Handel legte die Honeywell-Aktie um 4,5 Prozent zu.

"Wir haben das Jahr 2025 mit starken Ergebnissen abgeschlossen, die unsere Prognose für den bereinigten Umsatz und den bereinigten Gewinn je Aktie übertroffen haben", kommentierte Verwaltungsrats- und Vorstandschef Vimal Kapur die Zahlen. Der Auftragseingang sei um 23 Prozent gestiegen, was auf die robuste Nachfrage in den Segmenten Luft- und Raumfahrttechnologien sowie Energie- und Nachhaltigkeitslösungen zurückzuführen sei, so der Manager. "Dadurch konnten wir das Jahr 2025 mit einem Rekordauftragsbestand von mehr als 37 Milliarden Dollar beenden, was uns für 2026 gut positioniert."

Honeywell habe zudem Fortschritte bei der Optimierung des Portfolios gemacht. So wurde das Chemiegeschäft im Oktober abgespalten. Der Konzernchef aktualisierte zudem den Zeitplan für die geplante Ausgliederung von Honeywell Aerospace in ein eigenes börsennotiertes Unternehmen. Der Spin-off soll im dritten Quartal 2026 abgeschlossen werden und damit früher als zunächst in Aussicht gestellt./nas/tav/jha/

Quelle: dpa-Afx