MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der IT-Dienstleister Nagarro
Für die im SDax
Laut Analyst Martin Comtesse hat sich der schwache Nachfragetrend des Schlussquartals 2025 fortgesetzt. Kunden hielten sich im unsicheren Konjunkturumfeld abseits von wichtigen KI-Initiativen zurück.
Der Umsatz legte zum Jahresauftakt gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent auf 248,1 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Freitag in München mitteilte. Bereinigt um Währungseffekte lag das Wachstum bei 6,5 Prozent. Das um Sonderposten bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg um 3,3 Prozent auf 31,2 Millionen Euro. Die entsprechende operative Marge verbesserte sich von 12,2 auf 12,6 Prozent. Unter dem Strich erhöhte sich der Gewinn um acht Millionen Euro auf 19,2 Millionen.
Für das laufende Jahr peilt das Management auf Basis aktueller Wechselkurse weiter einen Erlös von 1,0 bis 1,06 Milliarden Euro an. Davon sollen 14,5 bis 15,5 Prozent als operatives Ergebnis (bereinigte Ebitda-Marge) hängen bleiben. 2025 wurde hier ein Umsatz von 999 Millionen Euro verbucht bei einer operativen Marge von 13,8 Prozent.
Wie Nagarro im März mitteilte, sieht sich das Unternehmen nach einer unabhängigen Untersuchung von früheren Vorwürfen entlastet. Keine der Behauptungen aus früheren Medienberichten oder Kommentaren von Leerverkäufern habe sich als begründet erwiesen, hieß es in der Mitteilung. "Die Schlussfolgerungen sind eindeutig: Es wurden weder Fehlverhalten noch Betrug festgestellt", sagte Aufsichtsratschef Christian Bacherl. Allerdings wolle Nagarro nun bestimmte Prozesse im eigenen Haus verbessern.
Probleme hatte es für Nagarro vor einem Jahr gegeben, da musste die Gesellschaft die Vorlage ihres testierten Konzern- und Jahresabschlusses für 2024 wegen Differenzen mit dem Wirtschaftsprüfer verschieben. Wegen der verspäteten Bilanzvorlage war Nagarro vorübergehend aus dem SDax geflogen, in den die Gesellschaft im Juni 2025 wieder zurückkehrte./err/stk/jha/
Quelle: dpa-Afx