BERLIN (dpa-AFX) - Höhere Kosten, gesunkene Preise und ein Sondereffekt haben den Jahresstart beim Spezialpharma-Unternehmen Medios
Das Papier fiel als SDax
Wie Medios in Berlin mitteilte, kletterte in den ersten drei Monaten der Umsatz um fast 9 Prozent auf 527,6 Millionen Euro. Zuwächse gab es im allgemeinen Arzneimittelgeschäft und bei patientenindividuellen Therapien. Auch die Erlöse im internationalen Geschäft stiegen.
Zugleich sank jedoch das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) um fast 8 Prozent auf 21,2 Millionen Euro. Die Berliner sprachen hier von belastenden operativen und temporären Sondereffekten, etwa durch Preisrückgänge bei einzelnen Produkten und einem unvorteilhaften Produktmix. Auch die gestiegenen Logistik- und Energiekosten drückten auf das Ergebnis. Zudem habe im Vorjahreszeitraum ein einmaliger Sonderertrag die Zahlen aufgehübscht. Seinerzeit hatte der Konzern von dem Verkauf einer Apotheke in den Niederlanden profitiert.
Medios rechnet jedoch damit, im Jahresverlauf die zuletzt gesunkene Profitabilität und das operative Ergebnis wieder ankurbeln zu können. So habe der Konzern bereits mit ersten Schritten begonnen, um Kosten zu senken und margenstärkere Segmente auszubauen. "Weitere Maßnahmen auf der Kostenseite werden eingeleitet", ergänzte Finanzvorstand Stefan Bauerreis.
Für das Gesamtjahr hält das Management daher an den Zielen fest. So stellt der Konzern einen Umsatz von 2,0 bis 2,12 Milliarden Euro in Aussicht. Das operative Ergebnis sieht der Vorstand bei 94 bis 102 Millionen Euro, dies entspräche im besten Fall einem Margenanstieg auf zirka 4,8 Prozent. Im vergangenen Jahr hatte Medios 2,08 Milliarden erlöst und eine Marge von 4,5 Prozent erzielt./tav/men/jha/
Quelle: dpa-Afx