JENA (dpa-AFX) - Die auch vom KI-Boom beflügelten Geschäfte mit der Halbleiterindustrie haben den Technologiekonzern Jenoptik
Zuletzt gewannen die Papiere noch knapp 10 Prozent auf 39,90 Euro, womit der Kurs sich seit dem Jahreswechsel mehr als verdoppelt hat. Mit einem Auftragseingang 30 Prozent über der Markterwartung sei der Konzern stark ins Jahr 2026 gestartet, schrieb Analyst Henrik Paganetty vom Investmenthaus Jefferies. In den drei Monaten bis Ende März kletterte der Auftragseingang im Jahresvergleich um rund drei Viertel auf knapp 357 Millionen Euro.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte unterdessen um 22,5 Prozent auf 44,4 Millionen Euro zu. Die entsprechende Marge stieg von 14,9 auf 18,4 Prozent. Neben einem verbesserten Produktmix und dem Wegfall einmaliger Umzugskosten in das neue Werk ins sächsische Dresden trugen zum Ergebnisplus auch Einsparungen bei.
Der Umsatz des Thüringer Unternehmens ging hingegen mit 241,2 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht zurück. Der Konzern schnitt sowohl beim Umsatz als auch beim operativen Ergebnis besser ab als von Analysten erwartet. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 16,8 Millionen Euro hängen und damit gut 80 Prozent mehr.
Für das laufende Jahr geht der Vorstand weiterhin von einem Umsatzzuwachs im einstelligen Prozentbereich aus. Vom Erlös sollen 19 bis 21 Prozent als operatives Ergebnis (Ebitda) hängen bleiben. 2025 hatte der Umsatz knapp 1,05 Milliarden Euro und die Marge 18,4 Prozent betragen. Mit Zuwächsen rechnet das Unternehmen in den Kernmärkten Halbleiter, Medizintechnik, Messtechnik sowie Smart Mobility.
Das aus dem Carl-Zeiss-Konzern hervorgegangene Unternehmen gehört mit weltweit rund 4.000 Mitarbeitern zu den wenigen börsennotierten Technologieunternehmen in Ostdeutschland. Kerngeschäft sind optische Systeme, Laser und Messtechnik für industrielle Anwendungen sowie Laser und Ausrüstungen für die Verkehrsüberwachung./mne/stk
Quelle: dpa-Afx