GÖPPINGEN (dpa-AFX) - Den Fernwartungssoftware-Anbieter Teamviewer haben im ersten Quartal wie angekündigt Kundenabgänge gebremst. Der Umsatz ging im Jahresvergleich auch wegen des starken Euro um 3,7 Prozent auf 183,2 Millionen Euro zurück, wie das SDax -Unternehmen am Mittwoch in Göppingen mitteilte. Währungsbereinigt hätte das Minus nur bei 0,4 Prozent gelegen. Teamviewer-Chef Oliver Steil hatte bereits in Aussicht gestellt, dass einmalige Kundenabwanderungen beim US-Zukauf 1E sowie eine Kurskorrektur bei kleineren Kunden mit niedrigem Vertragsvolumen zu spüren sein würden. Der Erlös fiel dennoch etwas schwächer aus als von Bloomberg erfasste Analysten im Schnitt geschätzt hatten. Dafür punktete Teamviewer mit einer überraschend hohen bereinigten operativen Gewinnmarge (Ebitda), die um 2 Prozentpunkte auf 45 Prozent anzog.

Den Jahresausblick bestätigte das Management. "Der Umsatz liegt voll im Einklang mit unserer Prognose", sagte Steil laut Mitteilung. "Unsere Profitabilität bleibt erstklassig." Der zu erwartende jährlich wiederkehrende Umsatz (annual recurring revenue - ARR) bei großen Kunden mit hohem Vertragsvolumen sei trotz der erwarteten Einmaleffekte bei 1E gewachsen. Insgesamt gingen die aus aktiven Abo-Verträgen auf Sicht von einem Jahr zu erwartenden Erlöse allerdings um 2,9 Prozent auf 737,3 Millionen Euro zurück, weil es bei den kleinen Kunden einen Rücksetzer gab. Währungsbereinigt wäre es den Angaben zufolge immerhin ein Plus von 0,2 Prozent gewesen.

Am besten liefen die Geschäfte im Heimatkontinent Europa. In der Region Amerika hingegen verschlechterte der gegenüber dem Dollar starke Euro das ohnehin schon schwache Abschneiden bei den Erlösen noch einmal. Unter dem Strich stieg der Konzerngewinn um 15 Prozent auf 34,2 Millionen Euro. Teamviewer trat vor allem bei Marketing- und Verwaltungskosten auf die Bremse./men/edh/he

Quelle: dpa-Afx