Diese Aktie eines weltbekannten, französischen Spielekonzerns stürzt heute um mehr als 30 Prozent ab. Anleger nehmen Reißaus, nachdem Projekte storniert und ein radikaler Umbau angekündigt wurde.
Der französische Spielekonzerns Ubisoft hat die Entwicklung von sechs Spielen gestoppt und einen radikalen Umbau angekündigt. Dies führte zu einer Verlustwarnung – und schockierte Anleger weltweit. Die Aktie steht aktuell 34 Prozent im Minus bei 4,40 Euro. Damit hat der Erfinder von weltbekannten Computerspielen wie „Assassin‘s Creed“ seit seinem letzten Höchststand bei 87,50 Euro im Corona-Jahr 2021 sage und schreibe 95 Prozent an Wert verloren.
Der französische Publisher, der auch für Blockbuster-Reihen wie Far Cry oder Rainbow Six bekannt ist, kündigte an, das Unternehmen neu zu ordnen, um sich auf weniger, dafür größere und wirtschaftlich aussichtsreichere Titel zu konzentrieren. Im Zuge dieser Neuausrichtung sollen mehrere Studios geschlossen oder umstrukturiert und sieben weitere Spiele verzögert werden.
Prince of Persia-Remake gestrichen
ZU den Spielen, die gestrichen wurden. Gehört auch das seit langem erwartet Remake des Klassikers“Prince of Persia: The Sands of Time“, das in diesem Jahr 2026 mit Spannung erwartet wurde. Auch mehrere neue, noch unangekündigte Titel und ein Projekt für Smartphones sind betroffen.
Gleichzeitig hat Ubisoft seine Umsatzprognose für 2026 deutlich gesenkt: Das Unternehmen erwartet nun Nettobuchungen in Höhe von nur noch rund 1,5 Milliarden Euro, 330 Millionen Euro weniger als in der bisherigen Prognose.
Der CEO verspricht Besserung - die Börse glaubt ihm nicht
Die Neuausrichtung des Portfolios werde erhebliche Auswirkungen auf die kurzfristige finanzielle Entwicklung der Gruppe haben, sagte Ubisoft-Gründer und CEO Yves Guillemot in einem Statement. „Diese Neuausrichtung wird die Gruppe jedoch stärken und ihr ermöglichen, sich mit nachhaltigem Wachstum und einer robusten Cash-Generierung zu erneuern.“
Analysten und Investoren glauben das nach der jahrelangen Talfahrt nun nicht mehr.
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