K+S-Aktie: Anleger üben sich in Optimismus
· Börse Online Redaktion
Die Probleme im ersten Quartal dürften nur vorübergehender Natur gewesen sein, gaben Analysten Entwarnung. Positiv reagierten Anleger zudem auf Aussagen des Unternehmens, dass sich die Salzpreise in den USA erholen dürften und in Europa kein Preisdruck zu erwarten sei.
bei Salzgeschäft des Kasseler Düngemittel- und Salzproduzenten hatte es in den Monaten Januar bis März gehakt. Die Jahresprognose für dieses Segment klingt nun etwas vorsichtiger als zuvor. Zu schaffen hatten Preisdruck und höhere Logistikkosten in Nordamerika sowie der starke Euro gemacht. Die Konsequenz: Statt eines spürbaren Anstiegs des operativen Gewinns rechnet K+S nun nur noch mit einem moderaten Wachstum.
Kein Grund zur Sorge, beruhigte Thomas Swoboda von der französischen Bank Societe Generale: "Die Ergebnisse wurden von vorübergehenden Faktoren gebremst", sagte der Analyst. So sei die Nachfrage nach Salz zum Enteisen im nordamerikanischen Winter vor allem im mittleren Westen und an der Ostküste groß gewesen. Hier aber seien die zu erzielenden Preise am niedrigsten gewesen. Den langen und schneereichen Winter, von dem K+S profitiert habe, habe beim Ergebnis zudem der starke Euro durchkreuzt.
Der lange Winter habe auch das Düngemittelgeschäft belastet, führte Swoboda weiter aus. Denn dadurch habe sich auf der nördlichen Erdhalbkugel die Aussaat verzögert. Alles in allem habe K+S ein mittelmäßiges Quartal hingelegt. Nach den ersten drei Monaten seien die Markterwartungen für das Gesamtjahr nun wohl "übertrieben optimistisch". K+S will den operativen Gewinn (Ebitda) deutlich steigern - Analysten rechnen laut Swoboda mit einem Plus von 41 Prozent.
Die Aktien von K+S waren zuletzt gut gelaufen. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 20 Prozent zu Buche. Anfang Mai waren die im MDax gelisteten Papiere erstmals seit knapp zweieinhalb Jahren wieder auf 25 Euro gestiegen. Damit haben sie sich deutlich besser geschlagen als die der US-Kontrahenten Mosaic und Nutrien .
Anfang März hatte die Investmentbank UBS die K+S-Aktien gleich um zwei Stufen von "Sell" auf "Buy" erhöht, was den Kurs stark angetrieben hatte. Die steigende Düngemittelproduktion im kanadischen Werk Bethune und Zugewinne bei den Marktanteilen hatte die Bank als Kaufargumente ins Feld geführt./bek/mis/tih/he
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