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Viscom-Aktie: Warum der 'Hidden Champion' ins Depot gehört

Viscom-Aktie: Warum der 'Hidden Champion' ins Depot gehört

WKN: 784686 ISIN: DE0007846867 Viscom AG

24,50 EUR
0,30 EUR 1,24 %
20.04.2018 - 11:22
12.12.2017 02:40:00

Der Entwickler von Prüfsystemen für Elektronikbauteile ist ein klassischer "Hidden Champion". Trotz kräftiger Kursgewinne in diesem Jahr liefert der Nebenwert weiterhin Kaufargumente. Von Stefan Riedel

Einen Kursverdoppler in einem Börsenjahr zu schaffen ist auch in Zeiten boomender Aktienmärkte eine besondere Leistung. Das in Hannover ansässige Unternehmen Viscom ist drauf und dran, dies 2017 zu schaffen. Damit honorieren die Anleger, dass die Firma mit ihren Inspektionssystemen für elektronische Bauteile kontinuierlich Marktanteile gewinnt und die Margen steigert.



Viscom-Systeme werden überall dort eingesetzt, wo eine vollständig automatische Inspektion von elektronischen Baugruppen in Serienproduktion erforderlich ist - als automatische optische Inspek-tionssysteme oder als Röntgenprüfgeräte. Abnehmer der Geräte sind Entwickler von Antiblockiersystemen, Airbags und Fahrassistenzsystemen für die Autoindustrie, die Elektronikbranche sowie die Luft- und Raumfahrttechnik.


Durch Bildverarbeitung wird dabei jedes einzelne produzierte Element gesondert in Sekundenbruchteilen digital fotografiert. Anschließend erfolgt der Vergleich mit einer perfekten und fehlerfreien Referenzbaugruppe. Liegt ein Fehler an der Leiterplatte vor, etwa wenn Bauteile fehlen oder Einzelteile bei der Ver-lötung verschwimmen, erkennt die Anlage solche Defekte und sortiert die Platte aus. Auch Drahtbondverbindungen (Chip-anschlüsse) und transparenter Schutzlack werden auf Fehlermerkmale überprüft.

Die jüngsten Neunmonatszahlen untermauern den Aufwärtstrend. Mit 64,5 Millionen Euro lag der Umsatz um 27 Prozent über dem Vorjahreswert. Zugleich schnellte der operative Gewinn um 34 Prozent auf 9,6 Millionen Euro nach oben, der Nettogewinn um 60 Prozent auf 70 Millionen Euro. Die Jahresprognose von 87 bis 92 Millionen Euro beim Umsatz und 14 bis 16 Prozent operativer Marge sollte angesichts eines Auftragseingangs von stolzen 65,8 Millionen Euro locker drin sein.

Immer für eine Überraschung gut



Und auch unterm Strich ist Viscom für eine Überraschung gut. Im Zeitraum Januar bis September 2017 lag der Gewinn je Aktie bei 0,79 Euro. Schafft Viscom im Schlussquartal mindestens die 0,50 Euro aus dem Vorjahr, ergeben sich daraus 1,29 Euro - und damit deutlich mehr als die 1,12 Euro, von denen zurzeit die Konsensschätzungen der Analysten ausgehen. Dazu kann sich die Bilanzqualität sehen lassen: Die Eigenkapitalquote hat Viscom zuletzt auf 80,5 Prozent weiter gesteigert. Dank des wieder positiven operativen Cashflows haben sich die Finanzmittel auf 8,5 Millionen Euro fast verdoppelt.

Hält man sich diese Fakten vor Augen, ist die Aktie mit einem 2018er-KGV von 21,8 günstig zu haben. Zumal Viscom, so Finanzchef Dirk Schwingel gegenüber BÖRSE ONLINE, in Zukunft auf noch mehr Einnahmen durch Bestandskunden setzt.



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Bildquelle: Viscom AG, BÖRSE ONLINE

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