Ein Unternehmen aus dem MDAX überzeugt Analysten mit robuster Nachfrage, internationalem Wachstum und günstiger Bewertung. Gleich mehrere Häuser sehen erhebliches Kurspotenzial.

Die Aktie von Fielmann legt am Mittwoch kräftig zu: Das Plus beträgt vier Prozent. Auslöser ist eine Kaufempfehlung der Bank of America (BoA), die die Papiere zeitweise um mehr als sechs Prozent nach oben trieb. Das sind die Hintergründe.

Krisenfestes Geschäftsmodell überzeugt Analysten

Die Bank of America sieht Fielmann als vergleichsweise widerstandsfähig gegenüber geopolitischen Belastungen. Analyst Thierry Cota betont in einer heute veröffentlichen Beurteilung die geringe Abhängigkeit der MDAX-Aktie vom Ölpreis: Brillengestelle kosten nur wenige Euro und die Transportkosten liegen (bisher) im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Selbst nach der jüngsten Marktschwäche im Zuge des von den USA und Israel angezettelten Irankrieges hielten sich die Kursverluste in vertretbaren Grenzen. Auf dem aktuellen Kursniveau sei, so das Bankhaus, das Umsatzziel von vier Milliarden Euro bis 2030 noch unzureichend berücksichtigt. Auch sei die Bewertung sowohl absolut als auch im Branchenvergleich historisch niedrig. Deshalb rät die BoA nun zum Kauf der Fielmann-Aktie (ISIN: DE0005772206).

Fielmann (WKN: 577220)

Andere Analystenkommentare fallen ebenfalls bullisch aus

Auch andere Banken sehen erhebliches Potenzial bei der Fielmann-Aktie:

Die DZ Bank hat Fielmann am 25. Februar 2026 auf „Kaufen“ hochgestuft und nennt 54 Euro als fairen Wert. Analyst Thomas Maul hebt hervor, dass sich das Unternehmen vom deutschen Marktführer zu einem global ausgerichteten Anbieter für Brillen und Hörgeräte entwickelt. Besonders in Nordamerika trifft Fielmann auf unbefriedigte Kundenbedürfnisse und kann mit personalisierten Produkten punkten, die sich so der Konkurrenz durch KI-gestützte Shoppinglösungen entziehen.

Auch Berenberg äußerte sich am 12. Februar bullisch und bestätigte die Kaufempfehlung («Buy») verbunden mit einer Erhöhung des Kursziels auf 57 Euro. Analyst Harrison Woodin-Lygo sieht insbesondere Fortschritte bei den Margen sowie eine steigende Produktivität im US-Geschäft. Gleichzeitig gewinne die langfristige Wachstumsagenda weiter an Kontur, was die Investmentstory zusätzlich stütze.

Interessant ist auch, dass in den letzten drei Monaten von neun Analystenratings kein einziges «Verkaufen» oder «starker Verkauf» lautet. Es gab stattdessen sechsmal die Empfehlung «starker Kauf», einmal «Kaufen» und zwei Mal «neutral», wobei selbst das konservativste Kursziel noch bei 53 Euro leigt. Daraus ergibt sich ein Kurspotential von mindestens 18 Prozent. Die bullischste Schätzung ruft auf Sicht von zwölf Monaten gar ein Kursziel von 71 Euro auf, mithin ein Kurspotential von derzeit 58 Prozent (!).

Fazit

Die Analysten trauen der Fielmann-Aktie einiges zu. Das Konsenskursziel sämtlicher Analysten steht bei 61,10 Euro, was auf Basis des aktuellen Kurses von knapp 45 Euro einem stattlichen Kurspotential von 36 Prozent entspricht. Anleger, die einen Fusßin die Türe setzen wollen, liegen wahrscheinlich mit einem «Stop-Loss», im Bereich von 40 Euro nicht falsch.

Anleger, die nicht auf Einzelaktien setzen wollen, werden vermutlich mit dem "Stabile Werte Index" glücklicher.

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Häufige Fragen zur Fielmann-Aktie:

Zahlt Fielmann seinen Aktionären regelmässig eine Dividende?
Ja, in den letzten fünf Jahren schüttete Fielmann seinen Aktionären jährlich Dividenden mit einer Rendite im Bereich von zwei Prozent aus.

Wie hoch ist beim aktuellen Kursniveau die Dividendenrendite der Fielmann-Aktie?
Momentan beläuft sie sich auf 2,7 Prozent.

Wie hoch ist das derzeitige KGV der Fielmann-Aktie?

Das KGV beträgt aktuell 21.

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