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Adidas-Aktie nach den Q2-Zahlen: Für jeden Streifen eine Kaufempfehlung

Adidas-Aktie nach den Q2-Zahlen: Für jeden Streifen eine Kaufempfehlung

WKN: A1EWWW ISIN: DE000A1EWWW0 adidas AG

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16.08.2018 - 17:35
10.08.2018 04:10:00

Bei Adidas geht’s derzeit richtig zur Sache. Im ersten Halbjahr hat der Sportartikel-Riese Analysten erneut auf dem falschen Fuß erwischt. Umsatz und operatives Ergebnis stiegen stärker als erwartet. Selbst eine überfällige Abschreibung auf den Wert der US-Tochter Reebok haben Investoren dem Unternehmen nachgesehen. Was Anleger wissen müssen, wie die Aussichten für die Adidas-Aktie im zweiten Halbjahr sind. Von Thomas Schmidtutz



Adidas-Boss Kasper Rorsted ist ein zurückhaltender Mann. Aber am Donnerstag wollte der Däne auf Nummer sicher gehen. Man habe "ein weiteres starkes Quartal" abgeliefert, erklärte Rorsted zu Anfang der Telefon-Konferenz mit Journalisten, während des Calls und am Ende sicherheitshalber gleich noch mal.



Dabei hätten die Zahlen aus dem Frankenland auch ganz ohne Hinweise aus der Chefetage gestrahlt. Von April bis Juni legte der Umsatz währungsbereinigt um zehn Prozent auf 5,26 Milliarden Euro zu, das operative Ergebnis stieg um 17,2 Prozent auf 592 Millionen und der Überschuss aus dem fortgeführten Geschäft zog gar um 20,5 Prozent auf 418 Millionen an. Damit toppten die Franken die Analysten-Erwartungen locker.


Vor allem in den Wachstumsmärkten Nordamerika und in China räumt der Konzern derzeit ordentlich ab. Mit einem Umsatzanstieg von knapp 17 Prozent auf 3,58 Milliarden Euro ist die Region Asien-Pazifik schon jetzt die Nummer 1 im weiten Adidas-Reich. Dazu steigt das margenstarke Geschäft im hauseigenen Web-Shop rasant.

Damit hat der Konzern das schwache Abschneiden der Adidas-Teams bei der Fußball-WM in Russland unerwartet gut weggesteckt. Immerhin zwölf Teams waren in Moskau, St. Petersburg oder Sotschi mit dem Adidas-Logo auf der Brust aufgelaufen, darunter die deutsche Nationalmannschaft, Argentinien und Spanien. Doch im Halbfinale war nur noch Belgien dabei. Das Hauptgeschäft mit Trikots oder Bällen laufe im Vorfeld der WM, sagte Rorsted tiefen-entspannt. Das Abschneiden der Teams in Russland habe sich daher "marginal bis gar nicht" auf den Umsatz ausgewirkt. Insgesamt habe man rund um die WM über acht Millionen Trikots verkauft und damit mehr als je zuvor.

Millionen-Abschreibung auf Reebok



Nur bei der krisengeschüttelten US-Tochter Reebok bleibt die Nachrichtenlage etwas angespannt. Der Umsatz gab um weitere drei Prozent nach. Dazu musste der Konzern nach einer Ermahnung durch die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) von Reebok für das Jahr 2016 den Markenwert um 475 Millionen Euro abschreiben.

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Bildquelle: Hannah Hlavacek/adidas Group

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