Corona-bedingte Sonderbelastungen von 1,1 Milliarden Euro seien darin bereits enthalten. "Die 2020er Zahlen zeigen die Widerstandsfähigkeit von Airbus in der herausforderndsten Krise, die die Luft- und Raumfahrt je getroffen hat", sagte Vorstandschef Guillaume Faury.

Trotz eines Rückgangs der Flugzeug-Auslieferungen um mehr als ein Drittel auf 566 Maschinen behauptete Airbus 2020 den Vorsprung auf den Erzrivalen Boeing. Für das laufende Jahr ist Faury verhalten optimistisch: Die Zahl der ausgelieferten Flugzeuge werde stagnieren, das bereinigte Ebit soll sich auf mindestens zwei Milliarden Euro erholen - wenn es nicht nochmals zu einem Einbruch der Weltwirtschaft und des Luftverkehrs kommt. Airbus hatte zu Beginn der Krise im Frühjahr seine international verflochtene Produktion nur mit Mühe und großem Aufwand aufrecht erhalten.

Dies, vor allem aber milliardenschwere Rückstellungen für den geplanten Abbau von mindestens 15.000 Stellen rissen Airbus unter dem Strich erneut mit 1,13 (minus 1,36) Milliarden Euro in die Verlustzone. Eine Dividende für 2020 soll es deshalb nicht geben. Der Umsatz ging im Gesamtjahr um 29 Prozent auf 49,9 Milliarden Euro zurück. Die Unsicherheit und die finanziellen Sorgen, die auf vielen Fluggesellschaften lasten, schlugen sich im Auftragseingang nieder, der um 59 Prozent auf 33,3 Milliarden Euro einbrach. Nur noch 268 Verkehrsflugzeuge wurden bestellt, 500 weniger als ein Jahr zuvor.

Airbus selbst stehe finanziell stabil da, hieß es. Zwar flossen unter dem Strich 7,4 Milliarden Euro an Finanzmitteln (Free Cash-flow) ab. Dank eines neuen, 15 Milliarden Euro schweren Kredits verfügte der Konzern aber zum Jahresende 2020 über einen Brutto-Geldbestand von 21,4 (2019: 22,7) Milliarden Euro.

rtr