Die Aktien von Rheinmetall zeigen sich am Mittwoch überraschend positiv. Auslöser sind gleich mehrere gute Nachrichten für den Rüstungskonzern. Startet jetzt eine 25-Prozent-Rallye?
Am Mittwochnachmittag konnten die Aktien von Rheinmetall überraschend um 5 Prozent anziehen. Dahinter stecken in erster Linie zwei Nachrichten:
Ukraine-Verhandlungen ohne Ergebnis
So sind die zweitägigen Genfer Verhandlungen Russlands und der Ukraine über ein Ende des seit fast vier Jahren dauernden Krieges ohne greifbares Ergebnis beendet worden. Nach knapp zweistündigen Gesprächen verließ die russische Delegation am Mittwoch den Ort des Treffens, wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldete.
Ergebnisse der Gesprächsrunde unter Vermittlung der USA wurden nicht mitgeteilt. Der Moskauer Delegationsleiter Wladimir Medinski kündigte ein weiteres Treffen in naher Zukunft an. "Die Gespräche dauerten zwei Tage, gestern sehr lange in verschiedenen Formaten, heute noch einmal zwei Stunden. Sie waren schwierig, aber sachlich", sagte der Ex-Kulturminister und derzeitige Berater von Kremlchef Wladimir Putin Tass zufolge.
Moskauer Staatsmedien bezeichneten die Atmosphäre in Genf sogar als "sehr angespannt".
Rheinmetall darf Übernahme machen
Außerdem darf Rheinmetall nach einer Entscheidung der EU-Kommission die Militärsparte NVL der Bremer Werftengruppe Lürssen kaufen. Deutschlands größter Rüstungskonzern hatte sich im September mit Lürssen auf den Kauf geeinigt. Dazu zählt auch die Blohm+Voss-Werft im Hamburger Hafen.
"Die Transaktion betrifft in erster Linie den Bau von Überwasserschiffen und damit verbundene Dienstleistungen im Verteidigungssektor", teilten die Wettbewerbshüter der Europäischen Union mit. Angesichts begrenzter Auswirkungen auf die Marktstruktur äußerten sie nach ihrer Prüfung keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken.
Startet jetzt die 25-Prozent-Rallye?
Demnach gibt es gleich zwei positive Nachrichten für die Rheinmetall-Aktie, die sich in Richtung der 200-Tage-Linie erholt und bereits das Abverkaufs-Gap von Anfang Februar schließen konnte.
Dies könnte womöglich den Beginn einer größeren Bewegung bei den Papieren des Rüstungskonzerns markieren. Analysten sind zumindest optimistisch und sehen vom aktuellen Niveau im Konsens weitere 25 Prozent an Kurspotenzial.
Enthält Material von dpa-AFX
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