Alcoa: Aufspaltungstermin rückt immer näher



Die Zahlen des Aluminiumproduzenten und Metallverarbeiters zum ersten Quartal waren nicht berauschend, aber besser, als Analysten erwartet hatten. Das Management von Alcoa senkt die Kosten und kann einen Teil der Belastungen durch niedrige Rohstoffkurse auffangen. Der große Kurstreiber für die Aktien ist allerdings die Aufspaltung des Konzerns in die Bereiche Erzeugung sowie Verarbeitung. Dabei bleibt die Aluminiumerzeugung bei Alcoa, die Metallverarbeitung wird als eigenständiges Unternehmen unter dem Namen Arconic an die Aktionäre abgespalten. Gemessen an Preisen, die bei Firmentransaktionen gezahlt wurden, dürfte Arconic mehr wert sein als der aktuelle Börsenwert des gesamten Konzerns. Und die Alcoa-Restaktie wird auch nicht bei null notieren. Die Aufspaltung soll im zweiten Halbjahr erfolgen. Je näher der Termin rückt, umso stärker dürfte der Aktienkurs die Wertlücke schließen.

LA



Auf Seite 2: Microsoft





Microsoft: Die Anpassung braucht ihre Zeit



Der schrumpfende PC-Markt und Trends wie Dienstleistungen in der Datenwolke (Cloud) verändern die Softwarebranche rasant. Dass die Anpassung von Microsoft an die weitreichenden Veränderungen komplexer ist als erwartet, sollten Aktionäre akzeptieren. Mit 22,1 Milliarden Dollar Umsatz und 62 Cent Gewinn pro Aktie im dritten Quartal fiel lediglich der Ertrag um zwei Cent pro Papier geringer aus als erwartet. Microsofts starke Zuwächse bei Software und Cloud-Dienstleistungen konnten die Schwäche im von PC-Verkäufen geprägten Stammgeschäft diesmal nicht ausgleichen. Kein Grund zur Panik: Im Cloud-Geschäft sind die Amerikaner weltweit die starke Nummer 2 nach Amazon. Zwei Drittel seines weiterhin lukrativen Geschäfts fährt Microsoft mit Firmenkunden ein. Zum Schutz dieser wertvollen Basis hat Chef Satya Nadella die richtigen Veränderungen eingeleitet. Kursrückgänge sind gute Kaufchancen.

KDS



Auf Seite 3: Steico





Steico: Neue Maschine macht mehr Marge möglich



Steico meldet für das erste Quartal 2016 erneut Rekordzahlen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg das operative Ergebnis um rund 70 Prozent auf 8,2 Millionen Euro an. Gründe für das deutlich verbesserte Ebitda des Herstellers von Holzbaustoffen sind eine anhaltend hohe Auslastung sowie der seit Jahresbeginn hochlaufende Betrieb einer neuen Fertigungsanlage. Mit der neuen Maschine kann das Unternehmen ein Vorprodukt für seine Stegträger nun selbst fertigen. An den Bauteilen hat Steico bereits bisher deutlich besser verdient als an seinen Holzfaserdämmstoffen, da hier Überkapazitäten unverändert stark auf die Preise drücken. Durch die neue Anlage kann Steico die Stegträger nun komplett selbst herstellen, was die Marge weiter erhöht. Weil der Absatz der Holzträger steigt und die Maschine im zweiten Quartal ihr volle Produktionskapazität erreichen soll, erhöhen wir das Kursziel und ziehen den Stoppkurs nach.

PRL



Auf Seite 4: Software AG





Software AG: Gute Zahlen zum Jahresstart bestätigt



Die Darmstädter Software AG hat nun mit den endgültigen Zahlen fürs erste Quartal die vor rund zwei Wochen gemeldeten Eckdaten bestätigt. Demnach fiel das Auftaktquartal gut aus. Der Überschuss wurde um 58 Prozent auf 29,5 Millionen Euro gesteigert und lag damit deutlich über den Analystenschätzungen, die im Schnitt nur mit etwas mehr als 23 Millionen Euro gerechnet hatten. Auch der Umsatz legte von 194,1 auf 206,2 Millionen Euro zu. Den Ausblick für 2016 bestätigten die Hessen ebenfalls. Die Produktumsätze im Bereich Digital Business Platform (DBP) sollen währungsbereinigt um fünf bis zehn Prozent wachsen, die Erlöse im Datenbankgeschäft Adabas & Natural (A & N) wie erwartet währungsbereinigt um vier bis acht Prozent sinken. Die Ebita-Marge soll 2016 zwischen 30 und 31 Prozent landen und würde gegenüber dem Vorjahr leicht zulegen. Die TecDAX-Aktie bleibt aussichtsreich.

LAW



Auf Seite 5: DWS Top Dividende





DWS Top Dividende: Dauerbrenner für Dividendenfreunde



Die Konstanz, die der DWS Top Dividende zeigt, ist beeindruckend. Wieder einmal steht er im laufenden Jahr in der Rangliste der globalen Aktienfonds weit oben. Während das Gros der Produkte seit Jahresbeginn noch im Minus liegt, konnte der Dividendenfonds bereits ein kleines Plus erwirtschaften. Dabei ist die Zusammensetzung des Portfolios keineswegs spektakulär: Fondsmanager Thomas Schüßler setzt auf internationale Großkonzerne, die eine leicht überdurchschnittliche Dividendenrendite aufweisen. Eine "Ansammlung von Langweilern", wie der Manager selbst sagt. Vor extrem hohen Dividendenrenditen schreckt er hingegen zurück: Sie sind nach Ansicht Schüßlers eher ein Warnsignal, dass mit dem Unternehmen etwas nicht stimmt. In den vergangenen Jahren gab sich der Fonds selten eine Blöße und bleibt damit eine Topempfehlung für Anleger, die einen globalen Dividendenfonds suchen.

CP



Auf Seite 6: SAP





SAP: Niedrige Volatilität, attraktive Bewertung



Europas größtes Softwareunternehmen bewältigt den Übergang vom klassischen Lizenzgeschäft zu Cloud-Lösungen immer besser. SAP kann die Umsatzeinbußen des einen Bereichs durch Zuwächse der anderen Sparte überkompensieren, wie das erste Quartal wieder bestätigt hat. Die Erlöse stiegen zwar nur um fünf Prozent, doch die Qualität des Geschäfts verbessert sich, weil die wiederkehrenden Umsätze mit Mietsoftware mittlerweile mehr als zwei Drittel der Gesamterlöse ausmachen. Deshalb steigen die Erträge überproportional. Analysten bescheinigen der Aktie Aufholpotenzial. Insbesondere im Vergleich zu anderen Cloud-Anbietern sei der Wert zu billig. Die Aktie schwankte in den vergangenen Monaten in einer engen Bandbreite. Deshalb sind Optionsscheine preiswert. Risikobereite Anleger setzen mit einem Call auf den Ausbruch der Aktie. Der Call läuft noch fast elf Monate und hat einen Hebel von 8,7.

LA