Allianz-Aktie: Versicherer verkauft Oldenburgische Landesbank mit Verlust
· Börse Online Redaktion
Dies habe aber keinen Einfluss auf Gewinnprognose für das laufende Jahr. Der neue OLB-Eigentümer galt seit längerem als Favorit, die Verhandlungen zogen sich aber hin. "Zusammen sind wir eine starke Bankengruppe im Nordwesten", sagte BKB-Chef Axel Bartsch. Im März 2016 hatte die BKB bereits das ebenfalls in Bremen ansässige Bankhaus Neelmeyer von der Münchener HypoVereinsbank übernommen.
Apollo hat sich auf die Fahnen geschrieben, mit der BKB eine "aktive Rolle in der notwendigen Konsolidierung des norddeutschen Bankenmarktes" zu spielen. Mit einer Bilanzsumme von 14 Milliarden Euro ist die OLB um ein Vielfaches größer als die BKB, die 2016 auf 2,2 Milliarden kam. Der Investor Apollo hatte auch Interesse an der zum Verkauf stehenden HSH Nordbank angemeldet.
Für die Allianz hat die OLB zuletzt stark an strategischer Bedeutung verloren. Die Regionalbank hatte schon zur Dresdner Bank gehört, bevor diese von dem Versicherer geschluckt worden war. Nach dem Verkauf der Dresdner Bank war die OLB bei der Allianz geblieben. Unter dem Dach der OLB wurde die Allianz Bank geführt, mit der der Versicherer Fonds und Bankprodukte über die eigenen Vertreter verkaufen wollte. Doch die damit verbundenen Erwartungen erfüllten sich nie. Daher wurde die Allianz Bank 2013 nach jahrelangen Verlusten eingestellt. Seitdem beschränkte sich die OLB wieder auf ihr angestammtes Geschäft als Regionalbank im Nordwesten.
Die Allianz bekommt 300 Millionen Euro für ihren OLB-Anteil von 90,2 Prozent. Das sind 14,30 Euro je Aktie. Im Vordergrund steht für die Allianz aber die Solvenzquote. Diese werde sich durch den Verkauf verbessern, sagte der Sprecher. Wegen der verschärften Kapitalvorschriften, die 2016 in Kraft traten, belastete die Beteiligung an der OLB den Versicherer mehr als vorher.
Die verbliebenen OLB-Kleinaktionäre sollen ein Übernahmeangebot erhalten. An der Börse schlossen OLB-Aktien am Freitag mit 18,30 Euro.
rtr
Buchtipp: Alles, was Sie über Stock-Picking wissen müssen
Es ist der Traum eines jeden Anlegers: die nächste Amazon, Apple, Tesla oder Google vor allen anderen zu finden, sie ins Depot zu legen, jahrelang nicht anzurühren und dann eines Tages den Verzehn-, Verzwanzig- oder gar Verhundertfacher sein Eigen zu nennen. Oder zumindest die Unternehmen zu finden, deren Anteile sich besser entwickeln als der Gesamtmarkt. Der Name dieser Kunst: „Stock-Picking“ – die Auswahl der Gewinner von morgen. Joel Tillinghast ist einer der erfolgreichsten Stock-Picker überhaupt. In diesem Buch teilt er seine Gedanken, seine Methoden und seine Strategien mit dem Leser. Er zeigt, welche Fehler die Masse macht, welche Nischen man ausnutzen kann, wie man denken sollte und vieles mehr. Unter dem Strich ein Lehrbuch, das seine Leser zu erfolgreicheren Anlegern machen wird.
Autoren: Tillinghast, Joel
Seitenanzahl: 384
Erscheinungstermin: 24.07.2025
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-68932-065-2